Der per App verschickte Fehlalarm des japanischen Senders NHK auf einem Handybildschirm. | Bildquelle: REUTERS

Falsche Warnung verschickt Raketen-Fehlalarm auch in Japan

Stand: 16.01.2018 15:59 Uhr

Japans öffentlich-rechtlicher Rundfunksender hat die Bevölkerung fälschlicherweise vor einer Rakete aus Nordkorea gewarnt. Wenige Minuten später folgte das Dementi. Erst am Wochenende hatte es einen Fehlalarm auf Hawaii gegeben.

Falscher Alarm: Japans öffentlich-rechtlicher Rundfunksender NHK hat die Öffentlichkeit vor einem Raketenangriff aus Nordkorea gewarnt - obwohl kein Anlass dazu bestand.

In einer Eilmeldung, die am frühen Abend (Ortszeit) auf der Webseite und in der App erschien, meldete der Sender, Nordkorea habe offenbar eine Rakete auf Japan abgefeuert. Die Regierung fordere die Menschen auf, in Gebäuden und Kellern Schutz zu suchen. Etwa zehn Minuten später korrigierte NHK die Angaben und entschuldigte sich für den Fehler. Panikreaktionen der Japaner blieben offenbar aus.

Fehlalarm erschreckte Hawaii

Erst vor zwei Tagen hatte ein ähnlicher Vorfall im US-Bundesstaat Hawaii Aufregung verursacht. Dort hatte die lokale Katastrophenschutzbehörde EMA SMS-Nachrichten an die Handys der Einwohner verschickt, in denen sie vor einer Rakete im Anflug auf Hawaii warnte. "Dies ist keine Übung", hieß es in der Mitteilung, auf die fast 40 Minuten Angst und Schrecken folgten. Die Warnung stellte sich als Fehlalarm heraus.

Sowohl Japan als auch die USA fühlen sich verstärkt durch das Atomprogramm des benachbarten Nordkorea bedroht. Dort hatte Machthaber Kim Jong Un immer wieder durch Raketentests und nukleare Sprengungen gegen Resolutionen der Vereinten Nationen verstoßen und auch durch verbale Provokationen Angst geschürt.

Im August und September 2017 hatte das Regime jeweils eine Rakete über Japan hinweggeschossen. Die japanische Regierung hatte damals zwar auf einen Raketenabschuss verzichtet, aber die Bevölkerung mithilfe des Warnsystems J-Alert informiert.

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