Putin blickt besorgt | Bildquelle: REUTERS

Trump-Lawrow-Gespräch Putin will Notizen veröffentlichen

Stand: 17.05.2017 14:54 Uhr

Russlands Staatschef Putin will die Notizen der Unterredung zwischen US-Präsident Trump und Außenminister Lawrow veröffentlichen. Das sagte Putin in Sotschi vor der Presse. Eine Voraussetzung dafür müsse aber erfüllt sein.

Der russische Präsident Wladimir Putin ist bereit, eine Aufzeichnung zum Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu veröffentlichen. Er werde dem US-Kongress und dem Senat diese aushändigen, wenn die Regierung in Washington einverstanden sei, sagte er auf einer Pressekonferenz in Sotschi.

Zugleich bezeichnete Putin die Kontroverse über die angebliche Wiedergabe von geheimen Informationen an Russland durch US-Präsident Trump als "politische Schizophrenie".

Putins Berater Juri Uschakow stellte kurz nach der Pressekonferenz klar, dass es sich bei den angesprochenen Aufzeichnungen nicht um Ton- oder Videoaufnahmen handele: "Es werden keine Tonaufnahmen gemacht. Was gemacht wird ist eine (schriftliche) Aufnahme von einer Person, die speziell deswegen an Treffen teilnimmt."

Golineh Atai, ARD Moskau, mit Informationen zum Angebot
tagesschau 17:00 Uhr, 17.05.2017

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Widersprüchliche Aussagen

US-Medien hatten berichtet, Trump habe bei dem Gespräch in der vergangenen Woche in Washington vertrauliche Geheimdienstinformationen über die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) an Lawrow weitergegeben. Diese Erkenntnisse sollen von der israelischen Regierung stammen, die eine Weitergabe an Russland nicht genehmigt haben soll. Das berichteten Medien und US-Regierungsvertreter übereinstimmend. Trump wird vorgeworfen, mit seinem Verhalten die Quellen eines befreundeten ausländischen Geheimdienstes gefährdet zu haben.

Das Prekäre an der Situation: Während Russland bestreitet, von den USA entsprechende geheime Unterlagen erhalten zu haben, bestätigte Trump via Twitter die Weitergabe. Als Präsident habe er das "absolute Recht", Informationen mit Russland zu teilen, schrieb er dort. Zugleich relativierte er die Angelegenheit: Er habe Lawrow lediglich Fakten über Terrorismus und Flugsicherheit weitergegeben.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
As President I wanted to share with Russia (at an openly scheduled W.H. meeting) which I have the absolute right to do, facts pertaining....

Israel hält sich bedeckt

Trumps Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster sagte, Trump habe in "keiner Weise" Quellen oder Geheimdienstmethoden kompromittiert. Man sei auch nicht besorgt, dass andere Geheimdienste die Zusammenarbeit mit den USA einstellen könnten.

Isreal reagierte auf die Affäre zurückhaltend und hob die große Bedeutung der Beziehungen zu den USA hervor. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärte, die Beziehungen zu den USA seien "hinsichtlich ihres Beitrags zu unserer eigene Stärke beispiellos". So sei es in der Vergangenheit gewesen "und so wird es auch weiterhin bleiben". Die USA seien der mit Abstand wichtigste Verbündete Israels, die gegenseitige Sicherheitspartnerschaft sei eng. Direkt wollte die Regierung in Jerusalem die Vorgänge allerdings nicht kommentieren.

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