Eine Flitzerin wird nach der Pussy-Riot-Aktion beim WM-Finale vom Rasen gezogen. | Bildquelle: dpa

Aktion von "Pussy Riot" WM-Flitzer zu 15 Tagen Arrest verurteilt

Stand: 17.07.2018 00:41 Uhr

Die Bilder gingen um die Welt: Vier Mitglieder der Protestband "Pussy Riot" sorgten mit ihrer Flitzer-Aktion beim WM-Finale in Moskau für Aufregung. Nun wurden sie zu einer Arreststrafe verurteilt.

Ein Moskauer Gericht hat die vier Flitzer vom Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zu einer Arreststrafe verurteilt. Sie müssten 15 Tage in Polizeigewahrsam bleiben, entschied das Gericht. Zudem sei es ihnen verboten, in den nächsten drei Jahren Sportveranstaltungen in Russland zu besuchen, urteilten die Richter russischen Medien zufolge. Die kremlkritische Polit-Punk-Gruppe "Pussy Riot", die sich zu der Aktion bekannt hatte, bestätigte die Urteile auf Facebook.

Forderung: mehr politischer Wettbewerb

Die Aktivisten hatten während des Finalspiels zwischen Frankreich und Kroatien am Sonntag das Spielfeld gestürmt, dabei waren sie als Polizeibeamte verkleidet gewesen. Schließlich wurden sie von Ordnern niedergerungen und abgeführt. "Ich wollte aufzeigen, wie ungleich die Machtstrukturen angewendet werden", sagte eine der Verurteilten bei der Verhandlung der Agentur Interfax zufolge.

"Pussy Riot" hatte die Aktion mit Forderungen nach mehr politischem Wettbewerb in Russland verbunden. Zuletzt hatten die Behörden mitgeteilt, dass den Aktivisten Geldstrafen oder gemeinnützige Arbeit drohten.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. Juli 2018 um 06:15 Uhr.

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