Philippinen und die Insel Jolo

Entführung auf den Philippinen Deutsche Geisel ist tot

Stand: 27.02.2017 16:22 Uhr

Das Auswärtige Amt hat die Ermordung des deutschen Jürgen K. bestätigt. Es gebe "keinen vernünftigen Zweifel mehr, dass der auf den Philippinen entführte Deutsche nicht mehr am Leben ist", erklärte ein Sprecher. Der 70-Jährige war Anfang November verschleppt worden.

Jürgen K. | Bildquelle: AFP
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Der deutsche Segler Jürgen K. wurde von den radikalislamischen Abu Sayyaf auf den Philippinen ermordet.

Die deutsche Geisel auf den Philippinen ist ermordet worden. Das bestätigte nun das Auswärtige Amt. "Es gibt nun keinen vernünftigen Zweifel mehr, dass der auf den Philippinen entführte Deutsche nicht mehr am Leben ist. Wir sind zutiefst erschüttert über das unmenschliche und grausame Vorgehen der Täter", erklärte ein Sprecher. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer "abscheulichen Tat". Diese zeige, "wie gewissenlos und unmenschlich diese Terroristen vorgehen", erklärte Merkel. "Wir alle müssen zusammenstehen und den Kampf gegen sie führen."

Zuvor hatte die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung des 70-Jährigen zeigen soll. Die philippinischen Regierung verurteilte die Tat als "barbarisch". Noch vor wenigen Tagen flehte der Deutsche in einer Videobotschaft um Hilfe. Seine Entführer verlangten umgerechnet 570.000 Euro Lösegeld.

Jürgen K. war Anfang November entführt worden, als er zusammen mit seiner Lebensgefährtin in den Gewässern zwischen den Philippinen und Malaysia unterwegs war. Die 59 Jahre alte Frau wurde bei dem Überfall erschossen. Ihre Leiche entdeckte die philippinische Marine später auf der verlassenen Jacht der beiden.

Abu Sayyaf enthauptet deutsche Geisel
tagesschau 20:00 Uhr, 27.02.2017, Arnd Henze, ARD Berlin

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Jürgen K. war 2008 schon einmal entführt worden

Das Paar war mit demselben Boot 2008 schon einmal entführt worden, damals vor der Küste Somalias. Mehr als sieben Wochen wurden sie damals von ihren Entführern gefangengehalten und immer wieder mit Scheinerschießungen gequält. Nach mehr als 50 Tagen kamen die beiden gegen Lösegeld frei. Nach Presseberichten wurden damals 600.000 US-Dollar Lösegeld bezahlt."Wir würden das nicht noch einmal mitmachen, lieber würden wir uns erschießen lassen", sagte das Paar nach der  Befreiung  der Zeitschrift "Yacht". Später reiste Jürgen K. jedoch trotzdem zurück nach Somalia, um seine völlig ausgeplünderte Jacht "Rockall" wieder aufzubauen.

Duterte setzt auf harte Hand

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte kündigte bereits eine weitere Militäroffensive zur Vernichtung von Abu Sayyaf an: "Ich werde Truppen schicken, und meine Befehle sind klar: Sucht die Feinde des Staates - und zerstört sie. Sucht sie und vernichtet sie. Zerstört sie."

Seit den 1960er-Jahren kämpfen Islamisten im Süden der mehrheitlich katholischen Philippinen für mehr Autonomie. Abu Sayyaf hatte im Jahre 2014 der Terrormiliz "Islamischer Staat" Treue geschworen und finanziert seinen Kampf mit der Erpressung von Lösegeld. Schätzungsweise zwei Dutzend ausländische Geiseln haben sie noch in ihrer Gewalt. In diesem Jahr wurden bereits zwei Kanadier entführt und enthauptet.

Deutsche Geisel auf Philippinen ermordet: Arndt Henze, ARD Berlin, zur Lösegeld-Forderung
tagesschau 17:00 Uhr, 27.02.2017

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Mit Material von Holger Senzel, ARD-Studio Singapur

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Februar 2017 um 16:00 Uhr und die tagesschau um 17:00 Uhr.

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