Hollande enthüllt eine Gedenktafel in Paris | Bildquelle: REUTERS

Feierlichkeiten in Frankreich Paris gedenkt der 130 Opfer

Stand: 13.11.2016 10:34 Uhr

Erst das Stade de France, dann fünf weitere Orte in Paris: Vor einem Jahr attackierten IS-Terroristen die französische Hauptstadt und töteten insgesamt 130 Menschen. An jedem der Anschlagsorte wird heute eine Gedenktafel enthüllt.

In Paris haben die Feierlichkeiten zum Gedenken an die 130 Opfer der islamistischen Anschläge vor einem Jahr begonnen. Präsident François Hollande enthüllte am Stade de France eine Gedenktafel und legte einen Kranz nieder.

Auf der Plakette steht der Name von Manuel Dias, der bei der Explosionen am Stadion getötet wurde. Vor dem Stade de France hatten sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich gegen Deutschland am 13. November 2015 drei Selbstmordattentäter des "Islamischen Staates" in die Luft gesprengt.

Hollande mit Gedenktafel am Stade de France | Bildquelle: REUTERS
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Gedenktafel am Stade de France

Hollande schweigt, Dias spricht

Hollande schwieg bei der Zeremonie und überließ die Worte Michael Dias, dem Sohn des Opfers. Dias sagte, sein in Portugal geborener Vater sei der "Beweis, dass Integration möglich ist". Sie sei zudem notwendig, um die Stigmatisierung zu überwinden, die einige Jugendliche radikalisiere und gewalttätig werden lasse. Dias sprach damit an, dass es sich bei den Angreifern um EU-Bürger mit Migrationshintergrund handelte. "Lang lebe die Toleranz, lang lebe die Intelligenz, lang lebe Frankreich", schloss er.

Auch an den fünf anderen Anschlagsorten in Paris werden heute Gedenkplaketten enthüllt - an einem Restaurant, drei Bars und an der Konzerthalle Bataclan. In der Kathedrale Notre Dame findet zudem eine Messe für die Anschlagsopfer statt.

Ausnahmezustand verlängert?

Frankreichs Premierminister Manuel Valls geht davon aus, dass der nach den Pariser Terroranschlägen vor einem Jahr verhängte Ausnahmezustand nochmals verlängert wird. Er werde sicherlich noch einige Monate länger in Kraft bleiben, sagte Valls der BBC. Grund sei unter anderem die anstehende Präsidentschaftswahl.

Der Ausnahmezustand war mehrfach verlängert worden und gilt derzeit bis Ende Januar 2017. Er gibt den Behörden teils umstrittene Sonderrechte. So können Hausdurchsuchungen ohne Richterbeschluss angeordnet werden, der Innenminister kann auch Menschen unter Hausarrest stellen.

Frankreich gedenkt der 130 Opfer
tagesschau 13:15 Uhr, 13.11.2016, Ellis Fröder, ARD Paris

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