Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos | Bildquelle: AFP

Griechenlands Ex-Ministerpräsident Papademos offenbar durch Briefbombe verletzt

Stand: 25.05.2017 18:29 Uhr

Der frühere griechische Ministerpräsident Papademos ist bei einer Explosion im Zentrum Athens verletzt worden. Allem Anschein nach detonierte eine Briefbombe, als Papademos den Umschlag in seinem Auto öffnete. Auch sein Fahrer wurde verletzt.

Der frühere griechische Ministerpräsident, Lukas Papademos, ist nach Polizeiangaben bei einem Bombenanschlag verletzt worden. Auch sein Fahrer habe bei dem Attentat Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit.

Allem Anschein nach sei eine Briefbombe oder ein kleines Päckchen in den Händen des Ex-Premiers explodiert, als er den Umschlag in seinem Wagen öffnete. Eine offizielle Bestätigung der Sicherheitskräfte gibt es hierfür bislang noch nicht.

"Er ist nicht schwer verletzt. Auch sein Fahrer wurde leichter verletzt", sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes im griechischen Radio. Weitere griechische Medien berichten, dass Papademos am Bauch, an den Beinen und Händen verletzt und sofort operiert worden sei.

Steckt eine linke Gruppierung dahinter?

Offiziere der griechischen Polizei vermuten, dass die linke Untergrundorganisation "Verschwörung der Feuerzellen" hinter dem Anschlag steckt. Zuletzt hatte die Gruppe im März ein Päckchen mit einem explosiven Gemisch und scharfem Zünder an das Finanzministerium in Berlin geschickt und wenige Tage später die Verantwortung dafür übernommen. In Berlin wurde die Briefbombe in der Poststelle entdeckt, bevor sie größeren Schaden anrichten konnte.

Papademos war langjähriger Chef der griechischen Notenbank und später Vizepräsident der Europäischen Zentralbank. Im Zuge der Schuldenkrise seines Landes wurde er schließlich 2011 zum Regierungschef gewählt und war bis 2012 im Amt.

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