Brennende Autos in Ouagadougou | Bildquelle: AP

Terrorangriff in Burkina Faso Explosionen und Schüsse in Hotel

Stand: 16.01.2016 00:31 Uhr

Bewaffnete Männer haben in Ouagadougou ein bei Touristen beliebtes Hotel angegriffen. Ein AFP-Reporter berichtete von Explosionen und Schüssen, Augenzeugen von mehreren Toten und die Polizei von einer Geiselnahme. Die französische Botschaft sprach von einem "Terrorangriff".

Bewaffnete Angreifer haben am Abend ein Luxushotel in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou gestürmt und sich darin verschanzt. Wie ein AFP-Reporter berichtete, waren Explosionen und Schüsse aus dem bei westlichen Ausländern beliebten Hotel "Splendid" zu hören gewesen. Er gab an, drei bewaffnete Männer mit Turban hätten Schüsse abgegeben.

Nach dem Eintreffen der Polizei verschanzten sich die Angreifer in dem Vier-Sterne-Hotel und lieferten sich Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Sie geht davon aus, dass die vermutlich islamistischen Angreifer auch Geiseln genommen haben.

Zahlreiche Menschen flohen aus der Umgebung. Vor dem Hotel an der zentralen Kwame-Nkrumah-Allee standen ein Dutzend Fahrzeuge in Flammen. Die Angreifer nahmen auch das ebenfalls bei Ausländern beliebtes Restaurant "Cappucino", das sich neben dem Hotel befindet, ins Visier. Augenzeugen berichteten von mehreren Toten. Die französische Botschaft sprach von einem "Terrorangriff".

Inzwischen wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Amateurvideo per Handy (unkommentiert)
16.01.2016, Reuters

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Zwei Tote bei Angriff an der Grenze

Die Armee teilte derweil mit, bei einem Angriff an der Grenze zu Mali seien am Nachmittag zwei Menschen getötet worden. Etwa 20 schwer bewaffnete Männer hätten Gendarmen im Dorf Tin Abao rund 40 Kilometer von der Grenze zu Mali angegriffen.

Burkina Faso ist für gewöhnlich friedlich, doch gab es im angrenzenden Mali in den vergangenen Jahren wiederholt Überfälle militanter Islamisten auf von westlichen Ausländern frequentierte Hotels. Zuletzt wurden am 20. November bei einer Geiselnahme in einem Hotel 20 Menschen getötet, darunter 14 Ausländer.

Im vergangenen September verübten Mitglieder der Präsidentengarde einen Putsch, begruben ihre Ambitionen aber bereits eine Woche später. Eine Übergangsregierung kam zurück an die Macht, mittlerweile ist Roch Marc Kaboré Staatspräsident.

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