UN-Sicherheitsrat | Bildquelle: AFP

UN-Sicherheitsrat Einstimmig gegen Nordkoreas Raketentest

Stand: 30.08.2017 02:59 Uhr

Der UN-Sicherheitsrat hat den Abschuss einer nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg einstimmig verurteilt. Das Gremium erklärte, Nordkorea müsse sich an UN-Resolutionen halten und sein Raketenprogramm einstellen. Zuvor hatte Pjöngjang den Test bestätigt.

Drei Stunden hat die Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats in New York gedauert, dann das Ergebnis: Einstimmig haben die Mitglieder den Abschuss einer nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg als "empörend"verurteilt.

Die 15 Mitglieder des höchsten UN-Gremiums riefen Pjöngjang auf, weitere Tests zu unterlassen und im Einklang mit früheren UN-Resolutionen sein Atomprogramm einzustellen. Die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Militärs unterminierten "absichtlich regionalen Frieden und Stabilität und haben weltweit große Sicherheitsbedenken ausgelöst", heißt es in einer im Anschluss an die Sondersitzung verbreiteten Erklärung.

"Der Sicherheitsrat betont, dass diese Handlungen Nordkoreas nicht nur eine Bedrohung für die Region sind, sondern für alle UN-Mitgliedstaaten." In der Erklärung wurde nichts über mögliche neue Sanktionen geäußert, die Bestehenden müssten aber strikt umgesetzt werden, hieß es. Der Rat wolle eine friedliche, diplomatische und politische Lösung für den Konflikt mit Nordkorea finden.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas erneuten Raketentest
tagesschau 09:00 Uhr, 30.08.2017

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Kim Jong Un zufrieden

Pjöngjang hatte zuvor bestätigt, am Dienstag eine Mittelstreckenrakete abgefeuert zu haben, die gezielt über Japan hinweg flog und in den Pazifik stürzte. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete am Mittwoch (Ortszeit), Staatschef Kim Jong Un habe den Abschuss der Mittelstreckenrakete überwacht und sich zufrieden über den Test geäußert. Der Test sei ein "bedeutender Auftakt" gewesen, um das US-Außengebiet Guam in die Schranken zu weisen, sagte Kim nach Angaben der Nachrichtenagentur.

Es war das erste Mal, dass Pjöngjang ein solches Vorgehen einräumte. Als Raketen in den Jahren 1998 und 2007 über Japan hinwegflogen, hatte Nordkorea diese als Teil eines Raumfahrtprogramms bezeichnet. In der nun von KCNA veröffentlichten Erklärung hieß es, der 29. August sei bewusst gewählt worden, um an den 107. Jahrestag des japanisch-koreanischen Abkommens von 1910 zu erinnern, auf dessen Grundlage Japan die koreanische Halbinsel kolonisierte.

Bei der am Dienstag geschossenen Rakete handelte es sich nach KCNA-Angaben um eine Hwasong-12, eine ballistische Mittelstreckenrakete, die Nordkorea gedroht hatte, auch für einen Angriff auf Guam einzusetzen. Das Geschoss sei in einem Gebiet nahe der Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert worden und etwa 2700 Kilometer weit geflogen, teilte der Generalstab der japanischen Armee mit.

Der Raketentest hatte weltweite Empörung ausgelöst. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Drohung, dass im Umgang mit Nordkorea "alle Optionen auf dem Tisch" lägen. Auch Nordkoreas Verbündeter China kritisierte das Vorgehen seines Nachbarlandes scharf.

Über dieses Thema berichteten die Tagesthemen am 29. August 2017 um 22:15 Uhr.

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