Donald Trump | Bildquelle: dpa

Trump zu Nordkorea-Test "Alle Optionen auf dem Tisch"

Stand: 29.08.2017 15:29 Uhr

Nach der erneuten nordkoreanischen Provokation mit einem Raketentest reagiert die Welt mit Empörung und Drohungen: US-Präsident Trump hält sich alle politischen und militärischen Antworten offen. Der UN-Sicherheitsrat kommt heute noch zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

US-Präsident Donald Trump hält sich nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest nach eigenen Angaben alle politischen und militärischen Antworten offen. "Alle Optionen liegen auf dem Tisch", erklärte er in Washington. Nordkoreas Botschaft an die Welt sei "sehr klar": Das Land zeige "Verachtung für seine Nachbarn, für alle Mitglieder der Vereinten Nationen und für die Mindeststandards eines international akzeptablen Verhaltens".

Auch die EU, Russland und andere Staaten verurteilten den Test scharf. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagten die "nordkoreanischen Nachbarn" Russlands müssten die UN-Resolutionen vollständig respektieren. Diese Position werde Russland auch in der nächsten Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu dem Thema vertreten, die aktuell in Planung sei.

Nordkorea provoziert weiter
tagessthemen 22:15 Uhr, 29.08.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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EU erwägt weitere Sanktionen

Die Europäische Union erwägt weitere Sanktionen. Die EU werde in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern eine "angemessene Reaktion" in Erwägung ziehen, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Dem japanischen Volk sicherte Mogherini angesichts der "unmittelbaren Bedrohung" volle Unterstützung zu. Das Vorgehen Nordkoreas stelle einen offenen Verstoß gegen internationale Verpflichtungen und eine ernste Gefahr für den Weltfrieden dar.

Nordkorea hatte am frühen Morgen eine Rakete abgeschossen, die Japan überflog und östlich des Inselsstaates in den Pazifischen Ozean stürzte. Es war nicht das erste Mal, dass eine Rakete Nordkoreas über Japan hinwegflog. Es sei aber das erste Mal, dass das unangekündigt erfolgt sei, meldete der Sender NHK.

Japans Premier Shinzo Abe während einer Pressekonferenz in Tokio. | Bildquelle: dpa
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Auf Antrag des japanischen Premiers Shinzo Abe und der USA wurde eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats einberufen.

Dringlichkeitssitzung im Weltsicherheitsrat

Der UN-Sicherheitsrat wird noch heute auf Antrag Japans und der USA zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Im Sicherheitsrat waren schon mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen worden, die das Regime von Machthaber Kim Jong Un aber bislang nicht zu einer Kursänderung gebracht haben.

Japan und die USA wollen nun den Druck auf das Regime in Pjöngjang weiter erhöhen. Darauf verständigte sich der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit Trump.

Auch Kritik an USA und Südkorea

Russlands Vize-Außenminister Sergej Riabkow machte aber auch die jüngsten umfangreichen Militärübungen Südkoreas und der USA auf der koreanischen Halbinsel für die Lage verantwortlich. Die Manöver hätten "eine Rolle dabei gespielt, Pjöngjang zu einem neuen Abschuss" einer Rakete zu veranlassen.

Kritische Töne kamen auch aus den wenigen Ländern, die noch engere Kontakte zu Nordkorea unterhalten: Das indonesische Außenministerium teilte mit, man verurteile den Raketentest. Nordkorea müsse sich an seine internationalen Verpflichtungen und die UN-Resolution halten.

Der japanische Premier Abe und US-Präsident Trump sind auf einer Großbildschirm in Tokio zu sehen | Bildquelle: AFP
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Abe und Trump (hier auf einem Großbildschirm, der an einer Straße in Tokio hängt) telefonierten nach dem Test miteinander.

China: "Druck, Sanktionen und Drohen" helfen nicht

China sieht einen "kritischen Punkt" in dem Konflikt auf der koreanischen Halbinsel erreicht. Eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums rief alle Parteien dazu auf, nichts zu unternehmen, was die Spannungen in der Region weiter verschärfe. "Druck, Sanktionen und Drohen" hätten nicht geholfen, die Probleme zu lösen. Nur mit einer Rückkehr an den Verhandlungstisch könne die Situation entspannt werden.

Nordkorea macht die USA verantwortlich

Nordkorea sieht die alleine Verantwortung für die Zuspitzung der Lage bei den USA. Der UN-Botschafter des abgeschotteten Landes, Han Tae Song, warf der Regierung in Washington vor, die koreanische Halbinsel auf eine "extrem starke Explosion" zuzutreiben. Daher habe sein Land "jedes Recht, mit harten Gegenmaßnahmen sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen", sagte er auf einer Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf.

"Die USA sollten komplett die Verantwortung für die katastrophalen Konsequenzen tragen, die daraus folgen." Han sprach den neuen Raketentest nicht direkt an, verwies jedoch auf ein gemeinsames Militärmanöver der USA und Südkoreas.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. August 2017 um 12:00 Uhr.

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