Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beobachtet den Start einer Rakete | Bildquelle: REUTERS

Nordkorea-Krise Mit Peking gegen Pjöngjang

Stand: 28.04.2017 10:43 Uhr

China, der letzte Verbündete Nordkoreas, will gemeinsam mit den USA an einer Lösung der Korea-Krise arbeiten. Vorher hatte US-Außenminister Tillerson erklärt, auch Peking denke über Sanktionen gegen Nordkorea nach. Präsident Trump schloss eine weitere Eskalation nicht aus.

Das chinesische Außenministerium hat erklärt, man wolle zusammen mit den USA daran arbeiten, die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel dauerhaft zu lösen. Ein Sprecher betonte, eine friedliche Lösung sei die einzige Option. Dafür sei eine enge Kooperation und Kommunikation zwischen Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump unabdingbar.

Offenbar reagiert Peking damit auf eine Äußerung von US-Außenminister Rex Tillerson. Er hatte erklärt, die chinesische Regierung habe gegenüber Machthaber Kim Jong Un deutlich gemacht, dass sie eigenständige Sanktionen verhängen werde, sollte Nordkorea abermals einen Nuklearsprengkopf testen. Tillerson deutete an, Trump sei mit seinem Bemühen erfolgreich gewesen, China dazu zu bewegen, den Druck auf Nordkorea deutlich zu erhöhen und eine scharfe Drohung an die kommunistische Führung in Pjöngjang zu senden.

Ausschnitt aus dem Tillerson-Interview auf Fox News (Quelle: Fox News)
28.04.2017

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Trump schließt Eskalation nicht aus

Trump warnte jedoch gleichzeitig vor einer Eskalation in der Nordkorea-Krise: "Am liebsten würden wir diese Dinge diplomatisch lösen, aber das ist sehr schwierig", sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. "Es besteht die Möglichkeit, dass wir am Ende einen großen, großen Konflikt mit Nordkorea haben." Der US-Präsident lobte ausdrücklich die Hilfe des chinesischen Präsidenten Xi, die Führung in Pjöngjang zum Einlenken zu bewegen: "Ich denke, er bemüht sich sehr stark." Xi wolle nicht, dass es zu einer Eskalation und Toten komme.

Sitzung des UN-Sicherheitsrats

Trotz internationaler Kritik und verschärften UN-Sanktionen treibt Nordkorea sein Atom- und Raketenprogramm voran. In den vergangenen Monaten hat das Land verstärkt Raketen getestet, nachdem es im vorigen Jahr zwei Atomtests durchgeführt hatte. Die USA helfen als Reaktion ihrem Verbündeten Südkorea derzeit, ein Raketenabwehrsystem aufzubauen. Dieses soll in den kommenden Tagen einsatzbereit sein.

Tillerson wird heute erstmals bei den Vereinten Nationen auftreten. Er wird eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York leiten, in der es um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm geht.

Trump schließt Eskalation des Konflikts mit Nordkorea nicht aus
A. Horchler, ARD Washington
28.04.2017 13:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. April 2017 um 09:00 Uhr.

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