Überflutung in Edgecumbe, Neuseeland | Bildquelle: dpa

Zyklon "Debbie" Dammbruch in Neuseeland - 2000 Menschen fliehen

Stand: 06.04.2017 11:32 Uhr

Nachdem der Zyklon "Debbie" in Australien für Hochwasser und Zerstörung sorgte, spitzt sich auch die Lage im benachbarten Neuseeland zu: Nach tagelangem Dauerregen brach in einer Ortschaft ein Damm.

Die Ausläufer des Zyklons "Debbie" wirken sich nun auch auf Neuseeland aus: Nach heftigen Regenfällen ist ein Damm in der Ortschaft Edgecumbe gebrochen. Hunderte Häuser wurden geflutet. Die Behörden riefen den Notstand aus. Rund 2000 Bewohner müssen den Ort verlassen. Der Bezirksbürgermeister von Whakatane, Tony Bonne, sagte, in manchen Gebäuden stehe das Wasser über einen Meter hoch. Ein nahegelegener Fluss habe den höchsten je gemessenen Stand erreicht.

Überflutungen in Neuseeland (unkommentiert)
06.04.2017

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Die Regionalministerin Anne Tolley erklärte, dass die Zuständigen für den Damm in den vergangenen Tagen Wasser ablaufen ließen, um auf die starken Regenfälle zu reagieren. Sie wisse aber nicht, ob dies ausreichend gewesen sei. Die Bewohner von Edgecumbe seien in zwei Notfallzentren untergebracht worden. Wann sie zurückkehren könnten, sei unklar. Niemand solle nach Hause gehen, dort sei es nicht sicher, sagte Tolley.

So viel Regen wie in zwei Monaten

Eine Messstelle in der Region habe in den vergangenen Tagen einen Niederschlag von 191 Millimetern verzeichnet, teilte der Meteorologe Andy Best mit. So viel Regen falle normalerweise innerhalb von zwei Monaten. Laut Vorhersage soll das Wetter in den kommenden Tagen wieder besser werden.

Die Regenfälle wirkten sich auch auf die etwas größere Ortschaft Kaikoura aus. Dort wurden Straßen wegen der Gefahr durch Erdrutsche gesperrt. Seit einem Erdbeben im November ist der Zugang zu der Ortschaft bereits stark eingeschränkt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. April 2017 um 09:00 Uhr.

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