Der Tempelberg

Nahost-Konferenz Neue Kritik an Trumps Jerusalem-Plänen

Stand: 15.01.2017 17:11 Uhr

Donald Trump will Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkennen - auch wenn der Nahost-Konflikt dadurch weiter angeheizt würde. Frankreichs Außenminister Ayrault hat die Pläne nun heftig kritisiert. Unterstützung bekommt er aus Deutschland.

Am Rande der Pariser Nahost-Konferenz hat der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault die Pläne Donald Trumps, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, heftig kritisiert. "Ich glaube, das hätte schwere Konsequenzen", sagte Ayrault in einem Fernsehinterview. "Wenn man Präsident der Vereinigten Staaten ist, kann man in dieser Frage nicht eine derart sture und einseitige Haltung einnehmen."

Unterstützung erhielt der französische Chefdiplomat von seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier: "Wenn schon die Überlegungen dazu führen, dass, von der palästinensischen Seite Reaktionen angedroht werden, dann spürt man, dass wir möglicherweise vor dem Risiko neuer Eskalationen stehen."

Warum die Verlegung so heikel wäre

Trump, der an diesem Freitag als neuer US-Präsident vereidigt wird, hatte im Wahlkampf angekündigt, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlagern.

Die Pläne sind heikel, weil der Status der Stadt hochumstritten ist. Während die Israelis Jerusalem als ihre unteilbare Hauptstadt betrachten, wollen die Palästinenser Ost-Jerusalem zur Hauptstadt ihres eigenen, künftigen Staates machen. Ein Umzug der US-Botschaft wäre daher ein schwerwiegender Bruch mit den diplomatischen Gepflogenheiten der vergangenen Jahrzehnte. Denn wie die meisten UN-Staaten erkennen die USA Jerusalem als Ganzes bislang nicht als israelische Hauptstadt an.

Netanjahu: Nahost-Friedenskonferenz "nutzlos"
tagesschau 13:45 Uhr, 15.01.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die beiden Konfliktparteien fehlen

Bei der Nahost-Konferenz beraten die Vertreter von mehr als 70 Staaten und internationalen Organisationen über den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Allerdings blieben ausgerechnet die beiden Konfliktparteien den Beratungen fern.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte , die Konferenz sei "nutzlos". Franzosen und Palästinenser hätten das Treffen verabredet, um Israel Bedingungen aufzuzwingen.

"Lo Toda - Nein Danke" - Warum sich Israel der Pariser Konferenz verweigert
P. Kapern, ARD Tel Aviv
14.01.2017 12:41 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Januar 2017 um 13:45 Uhr.

Darstellung: