Menschen, die aus Mossul geflüchtet sind, suchen am 09.03.2017 in der Nähe der Stadt irakische Sicherheitskräfte auf.  | Bildquelle: dpa

Kämpfe in West-Mossul Schon fast 100.000 Einwohner geflohen

Stand: 15.03.2017 12:55 Uhr

Das Vorrücken der irakischen Regierungstruppen gegen die eingeschlossenen Kämpfer des "Islamischen Staats" in Mossul hat eine Flüchtlingswelle losgelöst. Knapp 100.000 Menschen sollen bereits aus dem Westteil der Stadt geflohen sein.

Die Kämpfe um den Westteil der irakischen Stadt Mossul haben bisher Zehntausende in die Flucht getrieben. Seit dem Beginn der Offensive der irakischen Regierungstruppen im vergangenen Monat seien von dort 97.374 Menschen geflohen, darunter 16.300 Familien, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit. Bis zu 600.000 Menschen könnten noch eingeschlossen sein.

Militärsprecher zuversichtlich

Irakische Sicherheitskräfte hatten im Oktober die Offensive auf die Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) begonnen. Ende Januar konnten sie den Ostteil der Stadt einnehmen, die durch den Fluss Tigris geteilt ist. Der Angriff auf den Westen Mossuls begann Mitte Februar. Mittlerweile brachten die Angreifer mehrere Viertel unter ihre Kontrolle. Sie stoßen jedoch auf heftige Gegenwehr.

Ein Militärsprecher zeigte sich jedoch zuversichtlich, im Laufe des heutigen Tages die dritte von fünf Brücken über den Tigris zurückerobern zu können. Die heftigsten Kämpfe wurden in den engen Gassen der Altstadt erwartet. Der Fall von Mossul wäre eine schwere Niederlage für den IS, der auch in Syrien massiv unter Druck steht. Die Terrormiliz hatte Mossul im Juni 2014 erobert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 u.a. am 12. März 2017 um 15:00 Uhr.

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