Merkel und Trump | Bildquelle: AFP

Merkel und Trump telefonieren In Sachen Putin sind sie sich einig

Stand: 02.03.2018 12:46 Uhr

Der Draht zwischen Kanzlerin Merkel und US-Präsident Trump ist nicht sonderlich eng. Nach einem Telefonat sind sich beide jedoch über Kreml-Chef Putin einig. Sie kritisieren dessen atomare Rüstungs- und Syrienpolitik.

Russlands Präsident Wladimir Putin | Bildquelle: MICHAEL KLIMENTYEV/SPUTNIK/KREML
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Putin präsentierte gestern ein neues Raketensystem.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump verfolgen die Rüstungspolitik des russischen Staatschefs Wladimir Putin mit Sorge. Sie befürchteten angesichts der jüngsten Atomwaffenpläne Moskaus "negative Auswirkungen auf internationale Bemühungen zur Rüstungskontrolle", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einem Telefonat von Merkel und Trump vom Donnerstagabend. Putin hatte gestern bei seiner Rede an die Nation eine Serie neuer, angeblich nicht abfangbarer Nuklearwaffen vorgestellt.

Christoph Proessl @CProessl
Merkel hat mit Trump telefoniert, beide besorgt über Putins Ankündigung, eine unbezwingbare #Atomwaffe zu bauen #Russland https://t.co/4NTxrkWyhr

Kritik an russischer Syrien-Politik

Merkel und Trump sprachen auch über die Lage in Syrien. Sie forderten Russland auf, sich für die vom UN-Sicherheitsrat geforderte Waffenruhe in dem Land "umgehend und vollständig" einzusetzen. Außerdem verlangten sie von Moskau, seine Beteiligung an der Bombardierung Ost-Ghutas zu beenden, teilte Seibert mit. Die Offensive gegen zivile Gebiete müsse gestoppt werden.

Zudem müsse das syrische Regime für die Verschlechterung der humanitären Lage in Ost-Ghuta zur Rechenschaft gezogen werden. Dies gelte sowohl für den Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime als auch für dessen Angriffe gegen Zivilisten und die Blockade humanitärer Unterstützung.

US-Präsident Trump am Telefon | Bildquelle: AFP
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Nach seinem Gespräch mit Merkel telefonierte US-Präsident Trump auch noch mit dem französischen Präsidenten Macron.

Forderung nach 30-tägiger Waffenruhe in Syrien

Trump erörterte die Lage in Syrien heute auch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Im Anschluss forderten die USA und Frankreich die sofortige Einführung einer 30-tägigen Waffenruhe, wie der Élysée-Palast mitteilte. Die beiden Präsidenten hätten sich darauf geeinigt, für die Umsetzung der Resolution des UN-Sicherheitsrats vom vergangenen Samstag zusammenzuarbeiten. Die Resolution soll eine Waffenruhe erwirken.

Macron und Trump forderten Russland auf, "maximalen Druck auf Damaskus" auszuüben, damit die mit Moskau verbündete syrische Regierung sich an die UN-Resolution hält.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. März 2018 um 13:00 Uhr.

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