Gedenken in Manchester | Bildquelle: AFP

Terror in Manchester Was über den Anschlag bekannt ist

Stand: 24.05.2017 14:29 Uhr

Noch ist wenig über die Hintergründe des Anschlags von Manchester bekannt. Die britische Regierung geht aber davon aus, dass der Attentäter nicht allein handelte. Der "Islamische Staat" reklamiert die Tat für sich. Die derzeit bekannten Fakten auf einen Blick.

Wer hat den Terroranschlag verübt?

Laut der britischen Polizei handelt es sich bei dem Selbstmordattentäter um den 22 Jahre alten Salman Abedi. Er soll mutmaßlich aus islamistischen Motiven gehandelt haben. Der Mann soll in Großbritannien geboren sein. Der Polizeipräsident von Manchester, Ian Hopkins, sagte, er wolle keine weiteren Angaben machen. Grund seien ermittlungstaktische Gründe.

Inzwischen teilte die britische Innenministerin Amber Rudd mit, dass Abedi den Sicherheitsbehörden schon vor der Tat bekannt war. "Er ist jemand, den sie gekannt haben", sagte sie dem Radiosender BBC. Durch was genau der junge Mann auffiel, sagte sie allerdings nicht.

Barbara Jung, NDR zzt. Manchester, mit Informationen zum Täter
tagesschau 20:00 Uhr, 23.05.2017

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Hat der Attentäter allein gehandelt?

Die britische Regierung geht davon aus, dass Abedi nicht alleine gehandelt hat. Die Ausführung des Anschlags sei "anspruchsvoller gewesen als einige der Anschläge, die wir davor erlebt haben", sagte Innenministerin Rudd. Dies deute darauf hin, dass der mutmaßliche Attentäter Abedi "wahrscheinlich nicht alleine gehandelt" habe. Ähnlich äußerte sich Premierministerin Theresa May: "Wir können die Möglichkeit nicht ignorieren, dass es eine größere Gruppe von Personen gibt, die mit diesem Anschlag in Verbindung stehen", sagte sie.

Die Polizei untersucht, ob der Attentäter allein gehandelt hat oder Teil eines Netzwerks ist. Inzwischen wurden vier Männer festgenommen - einer am Dienstag, drei am Mittwoch. Die Festnahmen fanden der Polizei zufolge im Süden Manchesters statt. Einer der Festgenommenen ist laut Polizei ein 23-Jähriger, ein anderer soll nach Informationen der BBC der Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters sein.

Die Tat reklamierte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für sich. "Einer unserer Soldaten des Kalifats konnte einen Sprengsatz inmitten einer Ansammlung von Kreuzfahrern in Manchester platzieren", heißt es in einer Mitteilung über den Messenger-Dienst Telegram.

Wo wurde der Anschlag verübt?

Der Terrorakt wurde gegen Ende eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande in der "Manchester Arena" verübt - einer Multifunktionshalle in der nordenglischen Stadt mit mehr als 21.000 Plätzen. Premierministerin Theresa May sagte, die Explosion habe sich in der Nähe der Ausgänge ereignet. Der Veranstalter erklärte, der Sprengsatz sei außerhalb der eigentlichen Konzerthalle detoniert.

Selbstmordanschlag bei Ariana-Grande-Konzert
tagesschau 10:00 Uhr, 23.05.2017, Svea Eckert, NDR

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Wann detonierte der Sprengsatz?

Der Attentäter sprengte sich am Montag um 22.35 Uhr in die Luft. Kurz darauf erreichte die Polizei der erste Notruf. Hunderte Polizeibeamte und Rettungskräfte wurden zu der Halle geschickt. Über dem Gebäude kreisten Hubschrauber.

Wie viele Menschen starben? Wie viele wurden verletzt?

Mindestens 23 Menschen starben, darunter auch der Attentäter. Es gibt Dutzende Verletzte: "Wir behandeln noch 64 Verletzte, rund 20 von ihnen sind in kritischem Zustand", sagte der Chef der Gesundheitsbehörde des Großraums Manchester, Jon Rouse, dem Sender Sky News. Rettungskräfte hatten die Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht, viele Leichtverletzte wurden vor Ort behandelt. Unter den Opfern sind vor allem viele junge Menschen. Die US-Sängerin, in ihrem Heimatland ein Superstar, ist vor allem bei Minderjährigen beliebt.

Deutsche sind nach ersten Erkenntnissen der Bundesregierung nicht unter den Toten, auch nicht unter den Verletzten. Es gebe auch keine Vermisstenmeldungen, sagte ein Sprecher. Daher glaube er, "mit relativer Sicherheit Entwarnung geben zu können". Zu 100 Prozent ausschließen könne er es aber noch nicht.

Welche Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen?

Sicherheitskräfte sperrten das Gelände um die Arena umgehend ab und forderte die Bevölkerung auf, die Gegend zu meiden. Der Zugverkehr zum Victoria-Bahnhof, der unter der Halle liegt, wurde vorübergehend eingestellt. Ein in einem nahegelegenen Park entdeckter verdächtiger Gegenstand wurde von der Polizei vorsorglich gesprengt, entpuppte sich aber als harmlos. Auch in der britischen Hauptstadt London wurde die Polizeipräsenz erhöht.

Das britische Parlament schloss seine Türen für die Öffentlichkeit mit sofortiger Wirkung. Führungen, Veranstaltungen und Bankette wurden abgesagt. Die Regierung erhöhte die Terrorwarnstufe auf das Maximum. Die Regierung geht laut Premierministerin May von einem hohen Risiko aus, dass ein weiterer Anschlag verübt werden könnte.

Bombenanschlag auf Popkonzert
tagesschau 09:00 Uhr, 23.05.2017, Gabor Halasz, NDR

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Mai 2017 um 10:00 Uhr.

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