Ein Polizist von Flammen umgeben | Bildquelle: AFP

Demos zum 1. Mai Gewalt in Istanbul und Paris

Stand: 01.05.2017 19:02 Uhr

In Istanbul hat die Polizei eine nicht genehmigte Mai-Kundgebung mit aller Härte gestoppt. In Paris wurden Polizisten bei Krawallen verletzt, in Belgien wurde ein Politiker angegriffen.

In mehreren Ländern hat es im Zuge von Maikundgebungen gewalttätige Zwischenfälle gegeben. In der Türkei ging die Polizei mit aller Härte gegen eine Gruppe von Demonstranten vor, die trotz eines Verbots zum zentralen Taksim-Platz marschieren wollten. Die Beamten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein und nahmen mehr als 160 Demonstranten fest.

Demos zum 1. Mai im Ausland
tagesschau 06:00 Uhr, 02.05.2017

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"Lang lebe der 1. Mai. Nein zum Diktator"

Auf Bannern der linken Demonstranten im Istanbuler Stadtteil Gayrettepe war zu lesen: "Lang lebe der 1. Mai. Nein zum Diktator" - offensichtlich eine Anspielung auf das Verfassungsreferendum, mit dem Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Machtbefugnisse ausgeweitet hatte.

Als der Protestzug in Richtung des Taksim-Platzes startete, schritt die Polizei ein. Der Istanbuler Gouverneur erklärte, einige illegale Gruppen hätten versucht, die Feiern zum 1. Mai als "Vorwand" für Proteste gegen die Regierung zu nutzen.

Demonstranten fliehen vor der Polizei am Rande einer verbotenen Demonstration zum 1. Mai. | Bildquelle: REUTERS
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Demonstranten in Istanbul fliehen vor der Polizei am Rande einer nicht genehmigten Mai-Kundgebung.

Sicherheitskräfte am Rande einer verbotenenen Demonstation zum 1. Mai in Istanbul | Bildquelle: REUTERS
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Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Teilnehmer der Kundgebung ein.

Auf dem Taksim-Platz werden seit den Gezi-Demonstrationen im Sommer 2013 von den Behörden keinerlei Protestkundgebungen mehr zugelassen. Eine Mai-Kundgebung gab es auf diesem symbolträchtigen Platz seit 1977 nicht mehr. Damals waren 36 linke Demonstraten von Ultranationalisten von einem angrenzenden Gebäude aus erschossen worden.

Die Gewerkschaften hatten in diesem Jahr angekündigt, das Verbot von politischen Veranstaltungen auf dem Taksim-Platz einzuhalten. Ihre offizielle Mai-Kundgebung fand in Bakirköy beim Atatürk-Flughafen im Westen der Bosporus-Metropole statt.

Mehrere Festnahmen nach Gewalt am 1. Mai
tagesschau 12:00 Uhr, 02.05.2017, Andre Kartschall, RBB

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Vier Polizisten in Paris verletzt

Gewalt gab es auch am Rande einer Mai-Kundgebung in Paris. Dabei wurden vier Polizisten zum Teil schwer verletzt. Informationen über etwaige Verletzte auf Seiten der Demonstranten gibt es nicht. Nach Angaben der Polizei hatte eine kleine Gruppe maskierter und vermummter Demonstranten Wurfgeschosse und Brandsätze auf die Sicherheitskräfte geworfen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Ein Polizist von Flammen umgeben | Bildquelle: AFP
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Randalierer warfen Brandsätze auf Polizisten.

Laut Agentur AFP hatte sich die Stimmung in der Nähe des Platzes der Bastille aufgeheizt, kurz nachdem der von einem Gewerkschaftsbündnis angeführte Marsch am Platz der Republik gestartet war. Die Demonstration richtete sich gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen, die am Sonntag in der Stichwahl um das Präsidentenamt antritt.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet, Einsatzkräfte hätten Randalierer von dem friedlichen Demonstrationszug der Gewerkschaften getrennt und eingekreist. Dabei seien einige gegen eine Wand gedrängt und geschlagen worden. Die Jugendlichen hätten weitere Brandsätze geschleudert.

Angriff auf Politiker in Lüttich

In Belgien wurden die Maikundgebungen von einem Messerangriff auf einen Politiker der sozialistischen Arbeiterpartei überschattet. Der Abgeordnete Raoul Hedebouw erlitt bei einer Versammlung in Lüttich eine Stichverletzung am Bein, hielt aber kurz darauf trotzdem seine Rede.

Der Angreifer wurde festgenommen, wie die Nachrichtenagentur Belga meldet. Sein Motiv ist unklar. Bei der Festnahme soll er die Sozialisten als "Idioten" bezeichnet haben.

Korrektur: In einer früheren Fassung dieser Meldung war von einem Toten in Istanbul die Rede, der infolge eines Unfalls mit einem Wasserwerfer starb. Wie die Nachrichtenagentur AFP nachträglich berichtigte, stammte dieser Fakt aus einer Erklärung des Gouverneurs vom vergangenen Jahr.

Über dieses Thema berichtete am 01. Mai 2017 Deutschlandfunk um 19:00 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.

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