Emmanuel Macron im Elyseepalast | Bildquelle: REUTERS

Amtseinführung von Macron Ein Mann mit einer Mission

Stand: 14.05.2017 18:49 Uhr

Militärparade, Salutschüsse, Einzug in den Elysée-Palast: Bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Macron war alles wie immer - und dennoch ganz anders. Nun will der junge, proeuropäische Politiker den Franzosen ihr Selbstbewusstsein zurückgeben.

Von Kerstin Gallmeyer, ARD-Studio Paris

Es war ein sehr symbolträchtiges Bild: Emmanuel Macron fuhr in einem offenen Militärfahrzeug die Champs-Elysées, die berühmte Pariser Prachtstraße, hinauf. Was es aussagen sollte: Der neue Mann im Elysée ist ein Staatspräsident und Chef der französischen Armee, der sich nicht verstecken will. Trotz Terrorbedrohung, trotz Ausnahmezustand.

Macron winkte den vielen Besuchern zu, die trotz des kapriziösen Pariser Wetters gekommen waren, um den neuen Präsidenten zu begrüßen. Die Fahrt endete am Grab des unbekannten Soldaten am Pariser Triumphbogen vor einem dramatischen Wolkenhimmel. Es ist ein Pflichtbesuch für jedes neue französische Staatsoberhaupt.

Eine Präsidentschaft der großen Herausforderungen

Keine zwei Stunden zuvor war der 39-jährige Macron als jüngster gewählter Präsident der französischen Geschichte offiziell in sein Amt eingeführt worden. "Herr Staatspräsident, am vergangenen Sonntag, den 7. Mai 2017 haben Sie 20.743.128 Stimmen in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl erhalten, die absolute Mehrheit der Stimmen", verkündete der Präsident des französischen Verfassungsrats Laurent Fabius feierlich. "An diesem Sonntag, den 14. Mai, genau in diesem Moment, übernehmen sie die Amtsgeschäfte."

Startschuss für eine Präsidentschaft, die große Herausforderungen mit sich bringt. Das ist Frankreichs neuem Präsidenten mehr als bewusst. In seiner Antrittsrede entschied sich Macron dafür, nach vorn blicken: Er wolle den Franzosen ihr Selbstvertrauen wiedergeben. "Die Spaltung und die Risse in unserer Gesellschaft müssen überwunden werden", sagte Macron. Ob sie wirtschaftlicher, sozialer, politischer oder moralischer Art seien. "Denn die Welt erwartet von uns, dass wir stark, solide und hellsichtig sind. Frankreichs Mission in der Welt ist von großer Wichtigkeit. Wir wollen die Verantwortung übernehmen, immer da wo es notwendig ist, eine hilfreiche Antwort auf die großen gegenwärtigen Krisen zu finden."

Macron als französischer Präsident vereidigt
tagesthemen 22:55 Uhr, 14.05.2017, Ellis Fröder, ARD Paris

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Applaus für Hollande

Gemäß dem Protokoll hatte Amtsvorgänger François Hollande zuvor seinen Nachfolger Macron im Ehrenhof des Elyséepalasts am Ende des 60 Meter langen roten Teppichs empfangen. Ein herzlicher Handschlag, ein kurzes gegenseitiges Berühren der Schulter. Danach zogen sich die beiden eine Stunde lang hinter verschlossene Türen zurück - deutlich länger als geplant.

Welche Staatsgeheimnisse - außer dem Code für die französischen Atomwaffen - Hollande seinem früheren Schützling Macron dabei mit auf den Weg gegeben hat, ist nicht bekannt. Dieser aber begleitete den abgelösten Präsidenten anschließend bis zum Auto und applaudierte ihm sogar.

Die erste Reise führt nach Berlin

Nun ist Macron der Hausherr im Präsidentenpalast. Morgen wird er diesen aber schon wieder für seine erste Auslandsreise verlassen. Und zwar - auch das ist symbolisch - Richtung Berlin. Dort wird er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auch über seine Pläne für Europa sprechen.

Wie sehr dem Europa-Freund Macron an Reformen gelegen ist, machte Frankreichs neuer Präsident bei seiner Antrittsrede noch einmal deutlich: "Wir brauchen ein wirksameres, demokratischeres und politischeres Europa. Denn Europa ist das Instrument unserer Stärke und unserer Souveränität. Ich werde mich dafür einsetzen!"

Frankreichs neuer Präsident Macron offiziell im Amt
Kerstin Gallmeyer, ARD Paris
14.05.2017 17:40 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Mai 2017 um 13:15 Uhr.

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