YPG-Kämpfer in Nordsyrien nach dem Angriff der türkischen Luftwaffe | Bildquelle: REUTERS

Türkische Jets in Syrien Kurden-Kämpfer bei Luftangriff getötet

Stand: 25.04.2017 12:24 Uhr

Seit dem vergangenen Sommer greift das türkische Militär immer wieder Stellungen der Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien an. Die Regierung stuft die YPG als Terrororganisation ein. Bei einem neuen Luftangriff gab es nun offenbar viele Tote.

Die türkische Luftwaffe hat Stellungen einer Kurdenmiliz in Nordsyrien angegriffen und nach Angaben der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) sowie der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 18 Menschen getötet.

Die YPG erklärten, türkische Flugzeuge hätten in der Nähe der Grenzstadt Al-Malikijah in Nordsyrien einen ihrer Stützpunkte attackiert. Der Angriff habe einer Basis gegolten, die "Medien- und Kommunikationszentren und einige militärische Einrichtungen" beherberge. Nach Angaben des Leiters der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, war es der erste türkische Luftangriff in Syrien seit einer groß angelegten Offensive im März. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. Die türkische Armee bestätigte den Angriff. Ziel sei die "Zerstörung von Terrornestern" gewesen.

Türkei bestätigt "Zerstörung von Terrornestern"

Die Türkei hatte im vergangenen August militärisch in den Syrien-Konflikt eingegriffen, um die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu bekämpfen und die YPG zurückzudrängen. Die Regierung in Ankara stuft die YPG als Terrororganisation ein, weil sie als syrischer Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gilt.

Türkische Kampfjets greifen Kurden in Syrien und Irak an
J. Stryjak, ARD Kairo
25.04.2017 13:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. April 2017 um 09:23 Uhr.

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