NASA-Forscher entdecken erdähnlichen Planeten "Ein älterer Cousin der Erde"

Stand: 23.07.2015 19:35 Uhr

Die NASA spricht von einem "aufregenden Erlebnis": Ihre Forscher haben einen Planeten entdeckt, der der Erde relativ ähnlich ist. "Kepler-452b" befinde sich in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen sonnenartigen Sterns.

Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde NASA haben mit ihrem Kepler-Teleskop einen erdähnlichen Planeten entdeckt. Er soll etwa 60 Prozent größer sein als die Erde und liegt etwa 1400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Cygnus. Der Himmelskörper wurde "Kepler-452b" getauft. Die NASA nennt ihn eine Art "größeren und älteren Cousin" unseres Planeten.

Diese Illustration der NASA zeigt die Erde (links) im Vergleich mit dem "Kepler-452b" getauften Planeten | Bildquelle: REUTERS
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Diese Illustration der NASA zeigt die Erde (links) im Vergleich mit dem "Kepler-452b" getauften Planeten

"Kepler-452b" befinde sich in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen sonnenartigen Sterns, sagen die Wissenschaftler. Er brauche 385 Tage, um den Stern einmal zu umrunden. Die Forscher vermuten, dass die Oberfläche des Planeten felsig ist. Wegen seiner Position könnte Wasser dort flüssig sein - eine der Grundvoraussetzungen für Leben.

Ein Schritt zur Erde 2.0

Ähnliche Planeten waren in der Vergangenheit zwar schon öfter entdeckt worden. Aber: "Es ist ein großer Fortschritt einen Planeten wie die Erde zu finden, der die ähnliche Größe und Temperatur hat, und um einen sonnenähnlichen Stern kreist", sagt Jeff Coughlin, ein Wissenschaftler vom SETI-Institut in Kalifornien

NASA-Manager John Grunsfeld jubelt: "Dieses aufregende Ergebnis bringt uns einen Schritt näher zur Entdeckung einer Erde 2.0".

Das NASA-Teleskop "Kepler" wurde nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) benannt. Es war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden, um dort nach extrasolaren Planeten (Exoplaneten) zu suchen. Bislang konnte so die Existenz von 1030 Exoplaneten bestätigt werden. 2013 hatte das Teleskop seine Arbeit wegen eines technischen Defekts beenden müssen, seine Daten werden jedoch weiter ausgewertet.

Zwar kein Zwilling, aber ein Cousin
Jan Bösche, ARD Washington
23.07.2015 21:28 Uhr

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