Ein Mann schiebt sein Fahrrad durch die Wassermassen einer überfluteten Straße in der Stadt Catano auf der Karibikinsel Puerto Rico. | Bildquelle: AFP

Nach Hurrikan "Maria" Puerto Rico droht Staudammbruch

Stand: 23.09.2017 12:21 Uhr

Nachdem der Hurrikan "Maria" über Puerto Rico hinweggezogen ist, droht Bewohnern im Westen der Insel durch die Folgen des Sturms neue Gefahr. Ein Staudamm könnte brechen, starke Überflutungen wären die Folge. Die Zahl der Todesopfer stieg in der Karibik auf mindestens 27.

Wie groß die Schäden sind, die der Hurrikan "Maria" auf der Karibikinsel Puerto Rico angerichtet hat, ist noch nicht einmal klar abzuschätzen. Doch im Westen der Insel sind erneut Zehntausende Menschen durch die Folgen des Sturms bedroht. Ein Staudamm an dem See Lago Guajataca könnte brechen - der Wetterdienst gab deshalb eine Sturmflutwarnungen für die umliegenden Städte und Gebiete heraus.

Puerto Rica kämpft mit Folgen von Hurrikan "Maria"
tagesschau 20:00 Uhr, 23.09.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

320 Menschen seien aus den besonders gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht worden, zitierte die Zeitung "El Nuevo Día" einen Mitarbeiter vom Gesundheitsamt der Stadt Isabela. Die örtlichen Behörden beobachteten demnach weiterhin einen Riss in der Mauer, der etwa 60 Zentimeter lang sei.

Bis zu 70.000 Bewohner betroffen

Die Bewohner der Regionen wurden von den Behörden aufgerufen, sich vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Bis zu 70.000 Menschen sind betroffen. Der 300 Meter lange Damm staut das Wasser eines mehr als fünf Quadratkilometer großen Sees auf. Das Wasserreservoir dient der Stromversorgung.

Die Zahl der bestätigten Opfer in der Karibik stieg unterdessen weiter an: In Puerto Rico wurden Behördenangaben zufolge mindestens sechs Menschen getötet. Auf der Insel Dominica wurden bislang 15 Opfer gemeldet, auf Haiti sind es mindestens drei und auf Guadeloupe zwei Opfer. In der Dominikanischen Republik kam mindestens ein Mensch ums Leben.

Hunderttausende Menschen noch von Hilfe abgeschnitten

Doch auf den Inseln, die von "Maria" getroffen wurden rechnen die Behörden mit mehr Opfern. "Die Zerstörungen sind enorm, es gibt Hunderttausende Personen, zu denen wir noch nicht gelangen konnten", sagte etwa Carmen Yulín Cruz, die Bürgermeisterin der Hauptstadt von Puerto Rico, San Juan. Nahezu die komplette Bevölkerung auf der Insel, auf der rund 3,4 Millionen Menschen leben, sei noch ohne Strom. Nur ein Viertel könne mit Trinkwasser versorgt werden.

Das US-Militär kündigte an, die Hilfsmaßnahmen auf Puerto Rico mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen zu unterstützen. US-Präsident Donald Trump hatte für das US-Außengebiet den Katastrophenfall ausgerufen und Bundesmittel freigegeben, mit denen der Wiederaufbau und der Betrieb der Notunterkünfte mitfinanziert werden soll.

Hurrikan "Maria" bringt Tod und Verwüstung in der Karibik
Martin Ganslmeier, ARD Washington
23.09.2017 07:11 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. September 2017 um 05:00 Uhr.

Darstellung: