Internationale Raumstation in der Erdumlaufbahn | Bildquelle: AFP

Internationale Raumstation ISS Wasser im Helm - Außeneinsatz abgebrochen

Stand: 15.01.2016 20:50 Uhr

Zwei Astronauten der Internationalen Raumstation mussten einen Außeneinsatz vorzeitig beenden. Bei dem US-Amerikaner Tim Kopra drang aus bislang ungeklärten Gründen Wasser in den Helm ein. Die geplanten Reparaturen konnten sie dennoch ausführen.

Wegen Wassers im Helm des US-Astronauten Tim Kopra hat die NASA einen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS vorzeitig abgebrochen. "Safety first" schrieb die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA auf Twitter, nachdem Kopra einen Wassertropfen in seinem Helm gemeldet hatte. Für seinen britischen Kollegen Tim Peake endete dessen erster Einsatz im freien Weltraum dadurch verfrüht - nach fast fünf Stunden statt nach sechseinhalb.

NASA @NASA
As a precaution, #spacewalk terminated due to small amount of water in @Astro_Tim's helmet. https://t.co/KX5g7zfYQe https://t.co/6sRiiiLFPo

Keine Gefahr für Astronauten

Für die Astronauten habe "keinerlei Gefahr" bestanden, betonte die NASA. Möglicherweise sei die Flüssigkeit aus dem Kühlsystem des Raumanzuges ausgetreten. Allerdings rief der Zwischenfall Erinnerungen an einen Außeneinsatz im Jahr 2013 wach, als der italienische Astronaut Luca Parmitano beinahe ums Leben kam, als sich sein Helm plötzlich schnell mit Wasser füllte.

Ursprünglich waren sechseinhalb Stunden für den Weltraumspaziergang angesetzt, um einen defekten Spannungsregler zu ersetzen. Trotz des Zwischenfalls erledigten Kopra und Peake die Aufgabe. Der 43-jährige Peake hatte im Dezember als erster Brite überhaupt Quartier auf der ISS bezogen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Januar 2016 um 16:15 Uhr.

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