Benjamin Netanyahu | Bildquelle: REUTERS

Israels Regierungschef Netanyahu "Iran hat eine rote Linie überschritten"

Stand: 10.05.2018 20:30 Uhr

Israels Premier Netanyahu hat die Angriffe auf iranische Stellungen in Syrien verteidigt: "Wir werden dem Iran nicht erlauben, sich militärisch in Syrien zu etablieren". Die Sorge vor einer Eskalation wächst.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat dem Iran vorgeworfen, mit Angriffen auf den Golanhöhen eine "rote Linie" überschritten zu haben. "Unsere Reaktion war die Konsequenz", sagte Netanyahu in einem im Internet veröffentlichten Video. Die Regierung in Teheran äußerte sich bislang nicht zu den mutmaßlichen Angriffen auf israelische Stellungen auf den besetzten Golanhöhen. "Unsere Politik ist klar", sagte Netanyahu weiter. "Wir werden dem Iran nicht erlauben, sich militärisch in Syrien zu etablieren."

Israel greift iranische Ziele in Syrien an
tagesschau 20:00 Uhr, 10.05.2018, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Israel hatte nach Armeeangaben in der Nacht zum Donnerstag Dutzende iranische Militäreinrichtungen in Syrien attackiert und getroffen. Die Angriffe galten demnach den Abschussorten der iranischen Raketen, Geheimdienst- und Logistikeinrichtungen sowie Lagerstätten und Fahrzeugen. Nach Angaben von Aktivisten wurden durch die Angriffe 23 Menschen getötet. Israel fühlt sich durch die Präsenz des Iran im Nachbarland Syrien massiv bedroht und beschoss in der Vergangenheit dort schon mehrfach iranische Stellungen. Der Iran gehört neben Russland zu den wichtigsten Unterstützern des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Weltweite Sorge vor einer weiteren Eskalation

Zahlreiche Regierung reagierten angesichts der Eskalation zwischen dem Iran und Israel besorgt. So mahnte die britische Regierung Besonnenheit an. Der russische Außenminister Sergej Lawrow zeigte sich bei einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Moskau beunruhigt und forderte, die Spannungen zwischen Israel und dem Iran im Dialog zu lösen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, im Nahen Osten gehe es derzeit "wahrlich um Krieg und Frieden".

Die USA verurteilten den iranischen Raketenangriff auf Israel. "Ausdrücklich unterstützen wir Israels Recht auf Selbstverteidigung", hieß es aus dem Weißen Haus. Die Verlegung iranischer Raketensysteme nach Syrien, die auf Israel zielten, sei eine inakzeptable und höchst gefährliche Entwicklung für den gesamten Nahen Osten. "Die iranischen Revolutionsgarden tragen die volle Verantwortung für die Konsequenzen ihrer rücksichtslosen Aktionen", hieß es in der Erklärung weiter. Sie müssten weitere "provokante Schritte" unterlassen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Mai 2018 um 18:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: