ARD-Korrespondent aus Idomeni "Schläge und Tritte"

Stand: 15.03.2016 13:05 Uhr

Was die aus Mazedonien nach Griechenland zurückgeschickten Flüchtlinge berichten, sei schrecklich, berichtet ARD-Korrespondent Julian von Löwis aus Idomeni: Mazedonische Soldaten hätten sie gleich hinter der Grenze eingekesselt, geschlagen und getreten.

Mittlerweile sind die meisten der gestern auf dramatischem Wege nach Mazedonien geflüchteten Menschen wieder ins griechische Idomeni zurückgekehrt. Einige von ihnen berichten von rabiaten mazedonischen Soldaten, so ARD-Korrespondent Julian von Löwis in der tagesschau. Die Menschen seien in Mazedonien durch die Armee eingekesselt und teils geschlagen und getreten worden.

Julian von Löwis, BR zzt. Idomeni, zum Flugblatt
tagesschau 12:00 Uhr, 15.03.2016

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Die Schilderungen der Flüchtlinge deckten sich mit denen einer Reporter-Kollegin aus Spanien, die sich gestern unter die nach Mazedonien flüchtenden Menschen gemischt hatte, so von Löwis. Die Journalistin vom spanischen Fernsehen sei von der mazedonischen Armee entdeckt, von den Flüchtlingen getrennt und in einen Raum gebracht worden. Auch sie habe von Schlägen und Tritten durch mazedonische Soldaten berichtet.

Wer das Flugblatt in Umlauf brachte, auf dessen Grundlage sich anschließend mehr als 1000 Menschen in Bewegung gesetzt hatten, ist laut von Löwis noch immer unklar. "Wir wissen nicht , wer dahinter steckt. Aber es nicht unwahrscheinlich, dass es deutsche Aktivisten waren, die den Zettel gedruckt haben."

Der Inhalt des Zettels sei kriminell: Das Camp solle geräumt werden, die Flüchtlinge sollten in die Türkei abgeschoben werden und der Marsch sei ihre letzte Hoffnung. Auch der griechische Regierungschef Alexis Tsipras habe die Flugblatt-Aktion als kriminell und menschenverachtend bezeichnet.

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