Plakate von Le Pen und Macron | Bildquelle: AFP

Nach Sieg von Macron Zurück im Wahlkampf

Stand: 24.04.2017 13:41 Uhr

Die erste Runde ist kaum vorbei, schon hat der Wahlkampf um das Präsidentenamt die Franzosen wieder: Während Macron noch seinen Sieg feiert, geht die zweitplazierte Le Pen gleich zum Angriff über - und macht dabei den islamistischen Terror zum Thema.

Von Kerstin Gallmeyer, ARD-Studio Paris

Ein "Erdbeben", ein "Schock" oder auch eine "Zäsur" - so reagierten die französischen Medien heute, einen Tag nach dem für Frankreich historischen Wahlausgang. Denn seit gestern steht nun das fest, was sich in den vergangenen Wochen schon angebahnt hatte: Keine der beiden etablierten Parteien, weder die französischen Sozialisten, noch die Konservativen werden den neuen Präsidenten der Republik stellen.

Die zweitplatzierte Front-National-Kandidatin Marine Le Pen nahm den Kampf gegen ihren Konkurrenten Emmanuel Macron bereits auf. Sie war am Vormittag auf einem Markt in Nordfrankreich unterwegs und schoss direkt scharf: "Wir haben hier jemanden, der für die Präsidentschaftswahl kandidiert, und der kein Programm hat, um das französische Volk vor dem islamistischen Terror zu schützen." Das sei ein ziemlich beunruhigendes Signal, so Le Pen.

Frankreich nach erster Runde Präsidentenwahl: Macron gegen Le Pen
tagesschau 17:00 Uhr, 24.04.2017, Ellis Fröder, ARD Paris

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"Ich verstehe die Wut"

Der EnMarche!-Kandidat Macron schien dagegen noch seinem Freudentaumel von gestern Abend erlegen. Er schickte am Morgen seinen Sprecher Benjamin Griveaux vor: "Ich verstehe die Wut von Marine Le Pen nach der ersten Runde, nicht auf dem ersten Platz zu sein. Sie wird nun zwei Wochen damit verbringen, auf uns einzuschlagen, weil das offensichtlich das einzige Programm ist, was sie den Franzosen anzubieten hat."

Umfragen sehen den Sozialliberalen Macron als klaren Favoriten. Er kann dabei auf die Stimmen aus den Lagern der moderaten Parteien hoffen. Der geschlagene Kandidat der Konservativen François Fillon und auch der sozialistische Bewerber Benoît Hamon hatten sich direkt nach den ersten Hochrechnungen hinter ihn gestellt. Auch Premierminister Bernard Cazeneuve, appellierte an die Franzosen, Le Pen als Präsidentin zu verhindern. "Dass eine rechtsextreme Kandidatin in der Stichwahl der Präsidentschaftswahl ist, verlangt eine klare und starke Haltung aller Anhänger der Republik. Aus diesem Grund rufe ich Sie feierlich dazu auf, in der Stichwahl für Emmanuel Macron stimmen", so Cazeneuve.

Mathias Werth, ARD Paris, mit einer Einschätzung zum Wahlergebnis
tagesschau24 11:00 Uhr, 24.04.2017

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Doch auch die immigrations- und EU-feindliche Le Pen hofft darauf, noch möglichst viele Stimmen bei den anderen euroskeptischen Wahlverlierern und auch bei den ultrakonservativen Wählern des Republikaners Fillon abzugreifen. Allerdings spricht der Trend derzeit gegen sie: Die rechtsextreme Front-National-Kandidatin war anders als es die Umfragen lange Zeit vorhergesagt hatten, nur auf dem zweiten Platz gelandet.

EU als entscheidendes Thema

Einen Triumph können die Frontisten trotzdem für sich verbuchen: 7,6 Millionen Franzosen haben dieses Mal für die rechtsextreme Partei gestimmt, so viele wie noch nie zuvor. Der stellvertretende Front-National-Chef Florian Philippot machte klar, mit welchen Argumenten die Partei in den kommenden zwei Wochen in die Schlacht ziehen wird. "Macron ist Frankreich-skeptisch. Er glaubt nicht sehr stark an Frankreich. Wir dagegen sind stolz auf Frankreich. Wir sind eher euroskeptisch. Das Verhältnis zur EU ist eine der großen Trennungslinien. Weil die EU konkrete Auswirkungen auf unser Leben hat. Mit Macron wird alles weitergehen und schlimmer werden."

Die Stichwahl am Sonntag in zwei Wochen: Sie wird nicht nur richtungsweisend für Frankreich sein. Es wird auch eine Abstimmung über die Zukunft Europas.

Der Tag nach der Wahl
Kerstin Gallmeyer, ARD Paris
24.04.2017 11:56 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 24. April 2017 die tagesschau um 14:00 Uhr und tagesschau24 um 11:00 Uhr.

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