Karte: Rumänien

68 Flüchtlinge gerettet Schwarzes Meer als neue Fluchtroute?

Stand: 21.08.2017 20:36 Uhr

Das Schwarze Meer scheint für Flüchtlinge zu einer Alternative zum Mittelmeer geworden zu sein. Rumänische Grenzschützer griffen 68 Flüchtlinge in einem Fischerboot auf, es war bereits der zweite Vorfall innerhalb von acht Tagen.

Rumänische Grenzschützer haben im Schwarzen Meer ein Fischerboot mit 68 Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak aufgegriffen. Wie die Küstenwache mitteilte, waren auch 23 Kinder an Bord des Schiffs sowie zwei türkische Schleuser. Demnach wurde das Fischerboot in den Hafen von Mangalia im Südosten Rumäniens geleitet.

Bereits der zweite Vorfall binnen acht Tagen

Es ist der zweite Vorfall dieser Art binnen acht Tagen - das EU-Land befürchtet nun eine neue Flüchtlingsroute über das Schwarze Meer. Rumänien ist nicht Teil des europäischen Schengenraums, und bisher waren nur wenige Menschen in das Land geflohen. Doch bereits am 13. August war im Schwarzen Meer vor der Küste des Landes ein Boot mit 69 Migranten aus dem Irak aufgebracht worden. Die beiden Schlepper, ein Bulgare und ein Zyprer, kamen in Polizeigewahrsam.

Noch allerdings ist die Zahl der Flüchtlinge, die über das Schwarze Meer kommen, vergleichsweise gering. Allein von Libyen nach Italien sind seit Anfang des Jahres 94.000 Menschen über das Mittelmeer gereist.

Schwarzmeerküste von Rumänien | Bildquelle: picture alliance / prisma
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Rumänien fürchtet, Ziel von Flüchtlingen zu werden, die über das Schwarze Meer ins Land kommen.

Alternative Route?

Rumänien befürchtet, das Schwarze Meer könnte wegen der zahlreichen Beschränkungen im Mittelmeer zu einer alternativen Route für Flüchtlinge werden. Das Land ist eines der ärmsten Länder der EU, hatte Mitte August aber die Aufnahme von fast 2000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien zugesagt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 21. August 2017 um 23:00 Uhr.

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