Eine Linse über dem Facebook-Icon | Bildquelle: dpa

Sicherheit im Netz Facebook holt 3000 neue Kontrolleure

Stand: 03.05.2017 18:09 Uhr

Facebook stockt weiter auf: 3000 neue Mitarbeiter sollen unzulässige Inhalte aus den Netzwerk herausfiltern. Zuletzt hatte Facebook heftige Kritik auf sich gezogen, nachdem Nutzer Mordvideos veröffentlicht hatten.

Facebook will verstärkt gegen unzulässige Inhalte vorgehen, die von Nutzern im Netzwerk veröffentlicht und verbreitet werden. Dafür sollen innerhalb eines Jahres 3000 weitere Mitarbeiter eingestellt werden, kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg an.

Auf ihren Kontrollzügen durch die Beiträge sollen die Mitarbeiter unter anderem die Darstellung von Gewalt oder die Verbreitung von Hassreden unterbinden. Bislang waren laut Zuckerberg 4500 Mitarbeiter dafür zuständig, den "Millionen Hinweisen pro Woche" von Nutzern auf solche Inhalte nachzugehen. Facebook hat mittlerweile rund 1,9 Milliarden Mitglieder.

"Wenn wir eine sichere Gemeinschaft aufbauen wollen, müssen wir schnell reagieren", untermauerte Zuckerberg den Schritt zur personellen Verstärkung. Technisch werden Meldungen wie Gewaltvideos nicht aus dem Netzwerk gefiltert - eine solche Software kommt bislang nur zum Einsatz, um die Veröffentlichung von Kinderpornografie zu unterbinden. Die neuen Mitarbeiter sollen innerhalb eines Jahres eingestellt werden.

Mordvideos über Stunden im Netz

Anlass für die Personal-Aufstockung waren auch Fälle im April, in denen Gewaltvideos auf Facebook hochgeladen wurden. Vor rund zwei Wochen hatte ein Amerikaner den Mord an einem 74-Jährigen gefilmt und das Video anschließend veröffentlicht. Das Video war nach unterschiedlichen Angaben zwischen zwei und drei Stunden in dem sozialen Netzwerk zu sehen, bevor es von Facebook gelöscht wurde.

Kurz darauf - Ende April - verbreitete auch ein Vater aus Thailand ein Mordvideo über die Plattform: Die Bilder zeigten, wie er seine elf Monate alte Tochter tötet.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 03. Mai 2017 um 19:24 Uhr.

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