Eingang des Eurotunnels auf französischer Seite.  | Bildquelle: dpa

Mehr als 100 Flüchtlinge eingedrungen Zugverkehr im Eurotunnel unterbrochen

Stand: 03.10.2015 07:43 Uhr

Der Bahnverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien ist vorerst eingestellt worden, weil am Morgen mehr als 100 Flüchtlinge bei Calais in den Eurotunnel eingedrungen sind. Nach Angaben des Betreibers soll die Unterbrechung bis vormittags dauern.

Nach dem Eindringen von etwa hundert Flüchtlingen ist der Bahnverkehr im Eurotunnel zwischen Frankreich und Großbritannien vorerst eingestellt worden. Die Menschen seien am frühen Samstag auf der französischen Seite bei Calais in den Tunnel eingedrungen, teilte der Betreiber mit. Die Polizei und andere Sicherheitskräfte seien im Einsatz.

Wie das Unternehmen am Samstag mitteilte, sollte die Unterbrechung noch bis vormittags dauern. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA stürmten die Migranten nachts die Gleise auf französischer Seite. Ein Firmensprecher sprach demnach von einer "gut organisierten und koordinierten Aktion".

Seit Ende Juni mindestens zehn Tote

In der nordfranzösischen Hafenstadt kampieren tausende Flüchtlinge, die meisten von ihnen aus Ostafrika, Syrien und Afghanistan. Sie hoffen, auf Fähren über den Ärmelkanal oder auf Zügen durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen.

Seit Ende Juni kamen dabei mehr als zehn Menschen ums Leben. Zuletzt wurde in der Nacht auf Mittwoch ein Flüchtling nahe dem Eurotunnel von einem Frachtzug überfahren. Vor allem am Gelände um den Tunnel sind die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden.

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