Polzei nach Erdbeben in Rom | Bildquelle: AP

Wohl keine Todesopfer Erdbeben erschüttern erneut Italien

Stand: 18.01.2017 21:09 Uhr

Fünf Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien haben erneut mehrere heftige Erdstöße die Region erschüttert. Sie hatten Stärken von bis zu 5,4 und waren auch in Rom zu spüren. Es gab ein Todesopfer.

Von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom

Gleich mehrere heftige Erdstöße haben erneut Mittelitalien getroffen. Laut italienischer Erdbebenwarte hatte das Beben um 10:25 Uhr eine Stärke von 5,1, ein weiteres um 11:14 Uhr die Stärke 5,4, auch um 11.25 Uhr bebte wieder die Erde, diesmal mit der Stärke 5,3. Nach Angaben des Zivilschutzes gab es ein Todesopfer. Einsatzkräfte bargen im Ort Castel Castagna eine unter einem zerstörten Gebäude verschüttete Leiche.

Die Krisenregion liegt rund 120 Kilometer nordöstlich von Rom, in der Grenzregion zwischen Abruzzen und Latium. Damit ist wieder die Gegend um den Ort Amatrice betroffen, wo bereits Ende August und Ende Oktober heftig die Erde bebte und zahlreiche Gebäude zerstörte. Mehr als 300 Menschen kamen insgesamt ums Leben.  

Viele Menschen haben ihre Häuser verlassen, seit den letzten Beben sind die Menschen dort alarmiert und meiden unsichere Gebäude.

Heftige Schneefälle

Viele der nicht erdbebensicheren Gebäude waren bereits zerstört und verlassen. Hilfskräfte sind vor Ort, ihr Einsatz wird aber durch heftige Schneefälle erschwert. Seit eineinhalb Tagen schon schneit es in der Region durchgehend. Teilweise liegen eineinhalb Meter Schnee, die Straßen sind nur mit Mühe passierbar. Mehrere Eisenbahnlinien wurden unterbrochen.

Auch in Rom waren die Beben lang und stark spürbar. In der italienischen Hauptstadt wurden unter anderem die U-Bahn und mehrere Schulen evakuiert.

Heftige Erdbeben erschüttern Mittelitalien
J.-C. Kitzler, ARD Rom
18.01.2017 12:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Januar 2017 um 12:00 Uhr.

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