Flugzeug vor der Skyline von New York | Bildquelle: dpa

Flüge aus Nahost und Nordafrika USA verschärfen Handgepäckregeln

Stand: 21.03.2017 13:44 Uhr

Tablets, Kameras und Laptops sollen nicht mehr ins Handgepäck: Wer aus dem Nahen Osten oder von Nordafrika aus in die USA fliegen will, muss sich auf neue Bestimmungen einstellen. Der Grund: Terrorgefahr. Auch die Fluggesellschaft Turkish Airlines ist betroffen.

Das US-Heimatschutzministerium verschärft die Sicherheitsbestimmungen für Flüge aus bestimmten Ländern. Geräte, die größer als ein Handy sind, dürfen demnach nicht mehr mit in die Kabine, sondern müssen mit dem normalen Fluggepäck transportiert werden. Die neue Regel gilt zum Beispiel für Tablet-PCs und Laptops. Betroffen sind Verbindungen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und Nordafrika und die Fluglinien, die von dort aus in die USA starten.

Eine der betroffenen Gesellschaften ist Turkish Airlines, wie das Unternehmen selbst mitteilte. "Es wurde von den relevanten Verantwortlichen entschieden, dass Elektrogeräte, die größer sind als ein Handy oder ein Smartphone, nicht mehr in der in der Kabine erlaubt sein sollen", heißt es.

Ein Mann bedient seinen Laptop an Bord eines Flugzeugs | Bildquelle: imago/Photoshot/Construction Pho
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Laptops, Kameras und Tablets - solche Geräte dürfen auf bestimmten Flügen in die USA in Zukunft nicht mehr ins Handgepäck.

Behörden begründen Einschränkungen mit Terrorgefahr

Ausnahmen gibt es für medizinische Geräte. Es gebe keinen Zusammenhang mit dem geplanten Einreiseverbot der US-Regierung für Menschen aus sechs muslimischen Länder, sagen die US-Behörden. Es seien bestimmte Flughäfen ausgewählt worden, nicht einzelne Länder.

Die Behörden begründen das Verbot mit dem Risiko von Anschlägen: Erkenntnisse der Geheimdienste deuteten darauf hin, dass Extremisten versuchen könnten, Sprengsätze in derartigen Geräten an Bord zu schmuggeln. Die Fluggesellschaften haben bis Freitag Zeit, die Regeln umzusetzen.

FlughafenLand
Istanbul AtatürkTürkei
Hamad InternationalKatar
Abu Dhabi InternationalVereinigte Arabische Emirate
Dubai InternationalVereinigte Arabische Emirate
Mohammed-V-Flughafen CasablancaMarokko
Cairo InternationalÄgypten
Königin Alia International AmmanJordanien
Kuwait InternationalKuwait
Khalid InternationalSaudi-Arabien
König Abdul Aziz InternationalSaudi-Arabien

Hintergrund: Offenbar Informationen aus dem Jemen

Crew-Mitglieder sind von der Regelung ausgenommen. Die Maßnahme war zuerst bekannt geworden, weil die Fluglinien Saudi Airlines und Royal Jordanian die neuen Bestimmungen bei Twitter verbreitet hatten. Die Nachricht wurde später gelöscht. Es gab Spekulationen, die Information sei zu früh öffentlich gemacht worden.

Hintergrund für die Neuregelung seien Informationen, an die amerikanische Spezialkräfte bei einem Einsatz im Jemen gelangten, berichten der US-Sender CNN und die Nachrichtenagentur Reuters. Es gehe um die Extremistenorganisation Al Kaida auf der Arabischen Halbinsel.

USA verschärfen Handgepäck-Regeln für bestimmte Länder
J. Bösche, ARD Washington
21.03.2017 09:04 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 21. März 2017 die tagesschau u.a. um 12:00 Uhr und Inforadio um 08:43 und 09:42 Uhr.

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