Nach Anschlägen in Frankreich USA verschärfen Einreisebestimmungen

Stand: 30.11.2015 20:28 Uhr

Für Besucher ohne Visum werden die Einreisebestimmungen in die USA verschärft. Die strengeren Regeln zur Einreise ohne Visum betreffen Deutschland und 37 weitere Staaten. Anlass seien die Anschläge in Paris, so das Weiße Haus.

Nach der Anschlagsserie von Paris verschärfen die USA für Millionen Geschäftsleute und Touristen aus dem Ausland die Einreisebestimmungen. Betroffen sind Bürger aus 38 Staaten, die bei einer Reise in die USA kein Visum beantragen müssen. Dazu zählen Deutschland, Frankreich und Großbritannien, aber auch Australien und Japan. Hintergrund seien die Pariser Attacken und die anhaltende Bedrohung durch ausländische Kämpfer, wie das Weiße Haus am Montag mitteilte.

Sicherheitskontrolle am Flughafen LaGuardia in New York | Bildquelle: AP
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Die USA verschärfen ihre Sicherheitsmaßnahmen für die visafreie Einreise.

Nach Angaben des US-Präsidialamtes wird das "Visa Waiver"-Programm (VWP) zur visumfreien Einreise verschärft. Demnach werden Betroffene bei der Beantragung der elektronischen Einreiseerlaubnis (ESTA) über Besuche in Staaten befragt, die "ein sicherer Rückzugsort für Terroristen" sind. Zudem sollen verstärkt biometrische Daten wie Fingerabdrücke gesammelt werden. Das "Visa Waiver"-Programm ist für Touristen oder Geschäftsleute gedacht, die sich bis zu drei Monate in den USA aufhalten wollen.

Geldstrafen für Fluggesellschaften, die Passdaten ihrer Passagiere nicht ausreichend überprüfen, soll von 5000 auf 50.000 Dollar (47.300 Euro) erhöht werden. Zudem verhandelt Washington mit sieben Ländern, darunter Belgien und den Niederlanden, damit Kontrollen zur Einreise bereits an dortigen Flughäfen vorgenommen werden und nicht erst nach Ankunft in den USA.

Nach den Pariser Attacken war das Programm, mit dem Besucher bis zu 90 Tage visumfrei in die USA reisen können, erneut in die Kritik geraten. Einige Kongressmitglieder fordern, Länder ausschließen zu dürfen, die nicht ausreichend mit US-Behörden kooperieren. 2012 reisten mit 19,1 Millionen Menschen 40 Prozent aller ausländischen Besucher über das VWP ein, die meisten davon aus Europa und Asien.

Senatorin Dianne Feinstein, die das VWP als "weiche Schattenseite unserer Richtlinien zur nationalen Sicherheit" bezeichnet hat, will jeden vom Programm ausschließen, der innerhalb der vergangenen fünf Jahre nach Syrien oder in den Irak gereist ist. Sowohl Geschäftsleute als auch die Tourismusindustrie haben ein Interesse daran, dass das ohnehin schon aufwendige US-Einreiseverfahren nicht allzu kompliziert und langwierig wird.

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