Der antike Tempel Ain Dara in Afrin. | Bildquelle: AP

Türkische Offensive Syrische Kulturdenkmäler zerstört

Stand: 29.01.2018 23:49 Uhr

Bei der türkischen Offensive in der kurdisch kontrollierten Region Afrin in Nordwestsyrien sind Berichten zufolge auch archäologische Stätten beschädigt worden. Ein Großteil eines antiken Tempels wurde offenbar zerstört.

Türkische Kampfflugzeuge haben archäologische Stätten in der syrischen Region Afrin und einen Großteils des antiken Tempels von Ain Dara zerstört. Das sagte der Leiter des Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

Das syrische Generaldirektorat für Antiquitäten und Museen im Kulturministerium verurteilte die türkischen Angriffe.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Außerdem sei ein Damm beschädigt worden. Die Einwohner Afrins fürchteten eine Überflutung der Region, sollte der "Damm des 17. April" brechen, sagte Abdel Rahman.

Der Damm im Gebiet Maidanka sei bereits dreimal seit Beginn des türkischen Einsatzes bombardiert worden.

Die am 20. Januar gestartete türkische Offensive richtet sich gegen die mit den USA verbündeten kurdischen Volksschutzeinheiten YPG. Die Türkei sieht diese als verlängerten Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation. Der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zufolge waren die Städte Dschandaris und Hammam sowie die Region um den Damm am Montag weiter unter Beschuss.

Über dieses Thema berichtete WDR 5 am 30. Januar 2018 um 15:05 Uhr.

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