Einigung vor Gericht Streit über Affen-Selfie beigelegt

Stand: 12.09.2017 11:46 Uhr

Die spektakuläre Auseinandersetzung zwischen einem Naturfotografen und der Tierrechtsorganisation Peta ist mit einem Vergleich zu Ende gegangen: Der Fotograf behält die Bildrechte, wird Teile der Einnahmen aber künftig gemeinnützigen Zwecken spenden.

Jahrelang haben sich die Tierschutzorganisation Peta und der britische Naturfotograf David Slater einen Rechtsstreit um ein Selfie eines Affen geliefert. Nun haben sich beide Seiten darauf geeinigt, die juristische Auseinandersetzung zu beenden. Zuvor hatte der Fotograf sich bereit erklärt, 25 Prozent aller künftigen Einnahmen durch das Foto dem Schutz von Schopfmakaken in Indonesien zu spenden.

Screenshot www.peta.de | Bildquelle: Screenshot www.peta.de
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Streit ums Copyright beigelegt: Selfie von Affe Naruto (Screenshot von der Peta-Website)

Der Prozess um die Urheberrechte des Affenfotos hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Aufnahme des Makaken Naruto war entstanden, als das Tier sich mit einer nicht beaufsichtigten Kamera Slaters selbst fotografiert hatte.

Ein Affe als Urheber?

Peta hatte daraufhin Klage eingereicht und die finanzielle Kontrolle über die Einkünfte durch das Foto gefordert. Es sei der Affe und nicht der Fotograf gewesen, der den Auslöser gedrückt und damit das Urheberrecht erworben habe, argumentierte Peta.

Der Fall wurde zuletzt in zweiter Instanz vor einem Gericht in San Francisco verhandelt, nachdem die Klage zunächst abgewiesen worden war.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 12. September 2017 um 22:15 Uhr.

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