Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries | Bildquelle: dpa

Zypries-Plan Milliarden für Innovationen

Stand: 18.04.2017 09:30 Uhr

Steuerliche Anreize, Forschungsprogramme, Gründerfonds: Mit einem Milliarden-Reformpaket will Wirtschaftsministerin Zypries Innovationen in Deutschland fördern. Geplant ist demnach auch eine staatliche Denkfabrik.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries will mit steuerlichen Anreizen und anderen Finanzhilfen für mehr Innovationen in Deutschland sorgen. "Das Volumen für zusätzliche Maßnahmen zur Innovationsförderung liegt in der Größenordnung von rund einer Milliarde Euro", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig der "Süddeutschen Zeitung".

Kern des Plans sei es, die Forschung im Mittelstand mit jährlich 750 Millionen Euro steuerlich zu fördern. Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten sollten zehn Prozent der Personalkosten im Bereich Forschung und Entwicklung steuerlich absetzen können, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das ihr vorliegende Konzept.

Denkfabrik nach US-Vorbild geplant

Darüber hinaus sollen drei Forschungsprogramme für den Mittelstand um insgesamt mindestens 200 Millionen Euro im Jahr aufgestockt werden. Auch solle ein neuer Gründerfonds aufgelegt werden. Das Ministerium denke zudem über den Aufbau einer staatlichen Denkfabrik nach US-Vorbild nach. Es solle die Einrichtung eines "Strategischen Innovationszentrums Deutschland" geprüft werden, zitiert die Zeitung aus dem Reformpapier.

Nachdem Deutschland das bisherige Ziel erreicht hat, seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zu erhöhen, wurde die Zielmarke nun auf 3,5 Prozent erhöht. Etliche Wirtschaftspolitiker in der Regierungskoalition halten sogar ein höheres Ziel für wünschenswert. Ach Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich zuletzt offen für eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung gezeigt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. April 2017 um 16:00 Uhr in den Nachrichten.

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