Das Logo von WhatsApp und Facebook auf dem Display eines Smartphones | Bildquelle: dpa

Messengerdienst ändert Regeln WhatsApp nur noch ab 16

Stand: 24.04.2018 21:15 Uhr

Die neue EU-Datenschutzverordnung macht es nötig: WhatsApp hebt das Mindestalter für seine Nutzer auf 16 Jahre an. Kontrollieren will der Messengerdienst die Altersgrenze jedoch nicht.

Der Messengerdienst WhatsApp hebt bei der Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre an. Neue und bestehende WhatsApp-Nutzer werden demnächst in der App gefragt, ob sie älter als 16 sind. Die ab 25. Mai greifenden EU-Regeln erfordern bis zu diesem Alter die Zustimmung der Eltern zur Datenverarbeitung.

Angegebenes Alter wird nicht kontrolliert

Eine Kontrolle des Alters ist jedoch nicht geplant - und wird von der EU-Verordnung auch nicht verlangt. Der WhatsApp-Eigentümer Facebook entwickelte ein Verfahren, um diese Freigabe einzuholen, der weitgehend eigenständig agierende Chat-Dienst verzichtet dagegen darauf.

WhatsApp richtete für die Verarbeitung der Daten europäischer Nutzer zudem eine neue Tochterfirma in Irland ein, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag bekanntgab. Das bedeutet zugleich nicht, dass die Daten auch ausschließlich innerhalb der EU lagern werden.

Keine klare Aussage zu Datenaustauch mit Facebook

WhatsApp betont, dass Inhalte der Kommunikation bei dem Dienst durch sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur für Absender und Adressat sichtbar sind, aber nicht für den Dienst selbst. Zugleich bleibe es vorerst dabei, dass Account-Informationen nicht mit der Mutter Facebook zur Personalisierung der Werbung beim Online-Netzwerk verwendet werden.

Zugleich heißt es aber auch: "Wie wir bereits in der Vergangenheit angekündigt haben, möchten wir zukünftig enger mit anderen Facebook-Unternehmen zusammenarbeiten und werden dich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten."

Facebook bleibt bei Mindestalter

Der Mutterkonzern Facebook behält für sein soziales Netzwerk das Mindestalter bei 13 Jahren. Das Online-Netzwerk werde "angemessene" Anstrengungen unternehmen, um die nötige Zustimmung der Eltern zu verifizieren. Die Teenager können dafür nach ihren Eltern bei Facebook suchen, damit das Online-Netzwerk ihnen eine Anfrage zur Bestätigung der Profil-Einstellungen schicken kann.

Alternativ können die Jugendlichen auch eine E-Mail-Adresse der Eltern angeben. Zugleich können auch nach bisheriger Praxis Nutzer aufgefordert werden, ihr Alter nachzuweisen, wenn Facebook Hinweise bekommt, dass sie jünger als 13 Jahre sind.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. April 2018 um 03:00 Uhr.

Darstellung: