Bankenrettungsfonds genehmigt Finanzhilfe Milliardengarantien für die VW-Bank

Stand: 18.02.2009 18:48 Uhr

Hand hält VW-Logo
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VW

Als erster Autohersteller profitiert Volkswagen von den Finanzhilfen des Bankenrettungspakets. Die konzerneigene Volkswagen Bank habe vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) einen Garantierahmen von zwei Milliarden Euro bekommen, teilte das DAX-Unternehmen mit. "Mit dem Garantierahmen sichern wir die Kreditversorgung unserer Händler und Endkunden ab", sagte Frank Witter, Vorstandschef von Volkswagen Financial Services. Dies trage dazu bei, die Auswirkungen der Finanzkrise abzumildern.

Vorteile in der Absatzkrise

Wie alle anderen großen Autohersteller besitzt VW eine eigene Bank, um mit Krediten und Leasingerverträgen den Verkauf von Fahrzeugen der eigenen Marke zu steigern. Die Autobanken werben mit niedrigen Zinssätzen und haben auch Versicherungen und Serviceverträge im Angebot. Die Konkurrenz betrachtet den Schritt von Volkswagen mit Argwohn, da sich der Wolfsburger Konzern durch die Staatsgarantie in der Absatzkrise Vorteile bei der Refinanzierung verschafft.

Die VW Financial Services AG und die Volkswagen Bank hatten Ende vergangenen Jahres als erste deutsche Autobank Staatsgarantien aus dem Bankenrettungspaket der Bundesregierung beantragt. Die Finanztochter des Wolfsburger Automobilkonzerns wollte damit die Konditionen für ihre Kunden sichern. Ohne den staatlichen Rettungsschirm müsse der Konzern die stark gestiegenen Refinanzierungskosten zumindest zum Teil an seine Kunden weitergeben.

Trotz der Nutzung von SoFFin-Garantien habe die Volkswagen Bank keine Finanzprobleme, betonte VW. "Die Volkswagen Finanzdienstleister sind solide kapitalisiert, sind nicht in problematischen Wertpapieren investiert und haben somit auch keinen entsprechenden Abschreibungsbedarf", teilte das Unternehmen mit.

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