Pkw der Marke VW | Bildquelle: dpa

Dieselgate in den USA VW erzielt weiteren Vergleich

Stand: 23.12.2016 09:45 Uhr

VW hat nun auch bei den anhängigen Sammelklagen von Besitzern der manipulierten Drei-Liter-Autos in den USA einen Vergleich ausgehandelt. Sie sollen eine Entschädigung erhalten.

Von Wolfgang Stuflesser, ARD-Studio Los Angeles

In Trippelschritten zur Beilegung des Abgasskandals: Der zuständige Richter in San Francisco nannte mit Blick auf die grundsätzliche Einigung zwar keine Summen, sprach aber von einer "substanziellen Entschädigung", die die Besitzer der betroffenen Drei-Liter-Autos erhalten sollen. Bei den Autos mit Zwei-Liter-Motor gibt es schon einen Vergleich. Da lag die Entschädigung - je nach Restwert des Autos - zwischen umgerechnet 4900 und 9400 Euro. Die Entschädigung wird VW in jedem Fall zahlen, egal ob der Kunde sein Auto zurückgibt oder reparieren lässt.

80.000 Fahrzeuge sind betroffen

Beide Seiten sollen nun bis Ende Januar die Details aushandeln - und bis dahin Stillschweigen bewahren. Erst Mitte Februar wird es einen Termin vor Gericht geben, bei dem der Richter den Vergleich bestätigen will. Bei den rund 80.000 betroffenen Fahrzeugen handelt es sich um größere Modelle des VW-Konzerns, dazu gehören mehrere Audi-Limousinen und SUVs, der VW Touareg und der Porsche Cayenne. Bei etwa 20.000 dieser Fahrzeuge sollen die Besitzer die Wahl haben, ob VW ihr Auto zurückkaufen oder umrüsten soll.

Die restlichen mehr als 60.000 Fahrzeuge darf VW bei einer Rückrufaktion so umrüsten, dass sie die Abgaswerte einhalten. Für diese Modelle muss der Konzern keinen Rückkauf anbieten. Allerdings müssen die amerikanischen Behörden das nötige Update erst noch prüfen und genehmigen. 

VW: Grundsätzliche Einigung mit US-Privatklägern bei 3-Liter-Autos
W. Stuflesser, ARD Los Angeles
23.12.2016 09:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. Dezember 2016 um 06:23 Uhr.

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