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Wirtschaftsumfrage Bis auf zwei sind alle happy

Stand: 27.12.2017 16:03 Uhr

Die deutsche Wirtschaft startet laut einer Umfrage zuversichtlich ins neue Jahr - zumindest der überwiegende Teil. Nur in zwei Branchen ist der Blick eingetrübt - wegen des Wettbewerbs, hoher Kosten, niedriger Zinsen und geringer Margen.

Nur zwei von 46 Wirtschaftsverbänden gehen einer Umfrage zufolge mit geringerer Zuversicht als noch vor zwölf Monaten ins neue Jahr. Lediglich die Ernährungsindustrie sowie die Volks- und Raiffeisenbanken bewerten ihre Situation schlechter als vor einem Jahr. Das geht aus einer Verbandsumfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) hervor.

Die Ernährungsindustrie sieht sich demnach mit hoher Konkurrenz und steigenden Kosten konfrontiert, den Volks- und Raiffeisenbanken machen dagegen niedrige Zinsen und die geringen Margen zu schaffen. Ende vergangenen Jahres hatten noch neun Verbände ihre Wirtschaftslage schlechter eingeschätzt. 26 sehen sie jetzt positiver, 20 genauso wie Ende 2016.

Deutsche Wirtschaft sieht sich weiter auf Wachstumskurs
tagesthemen 23:15 Uhr, 27.12.2017, Christian Feld, WDR

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Gelassen trotz Trump und Brexit

Trotz der Sorge vor einer protektionistischen Politik von US-Präsident Trump und dem nahenden EU-Austritt Großbritanniens rechnen 24 der 47 Verbände für 2018 mit höheren Investitionen. 19 gehen davon aus, dass ihre Mitgliedsunternehmen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Nur neun Verbände rechnen mit einer sinkenden Zahl - vor einem Jahr waren es noch zwölf.

Vor allem der Automobilbranche trauen Experten zu, ihre Umsätze und Gewinne kräftig zu steigern. Für dieses Jahr rechnet die Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) damit, dass Deutschlands Top-Unternehmen das aktuelle Jahr auf Rekordniveau abschließen.

Allerdings befürchten viele Firmen Schwierigkeiten beim Finden neuer Fachkräfte. "Die Produktionsperspektiven der deutschen Wirtschaft könnten also noch besser sein, wenn mehr Fachkräfte verfügbar wären", sagte IW-Direktor Michael Hüther.

Michael Hüther
galerie

IW-Chef Michael Hüther: "Die größte Gefahr für den Aufschwung ist aber der Fachkräftemangel. Immer häufiger stoßen Firmen dadurch an Produktionsgrenzen."

Auch Wirtschaftsforscher optimistisch

Führende Wirtschaftsforscher hatten in der Vergangenheit bereits ihre Wachstumsprognosen für das neue Jahr deutlich angehoben. Viele Unternehmen profitierten von der verbesserten weltweiten Wirtschaftslage. Getrieben wird das Wachstum daneben vor allem vom starken privaten Konsum.

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2018 das neunte Jahr in Folge wachsen wird. Das Ifo-Institut rechnet mit einem Plus von 2,6 Prozent. Im zu Ende gehenden Jahr sollen es 2,3 Prozent sein.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Dezember 2017 um 12:00 Uhr.

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