Symbolbild mit Logo des Kurznachrichtendienstes Twitter | Bildquelle: REUTERS

Quartalszahlen veröffentlicht Twitter macht weiter Verluste

Stand: 28.10.2014 10:47 Uhr

Twitter hat einen weiteren hohen Quartalsverlust und ein mäßiges Wachstum der Nutzerzahlen gemeldet. Im dritten Quartal gab es ein Minus von 175,5 Millionen US-Dollar. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Twitter damit über 452 Millionen Dollar verloren, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Im Vorjahresquartal war der Verlust von Twitter mit 64,6 Millionen Dollar deutlich geringer gewesen.

Den Quartalsumsatz konnte Twitter mit über 361 Millionen Dollar allerdings im Jahresvergleich mehr als verdoppeln. Werbung brachte mit 320 Millionen Dollar mit Abstand den Großteil der Einnahmen. Davon wurden 85 Prozent auf Smartphones und Tablets erwirtschaftet. Für das laufende Vierteljahr erwartet Twitter einen Umsatz zwischen 440 und 450 Millionen Dollar. Im gesamten Jahr will der Dienst mehr als 1,3 Milliarden Dollar umsetzen.

Twitter bleibt weiter unprofitabel - trotz Umsatzplus
N. Markwald, ARD Los Angeles
28.10.2014 08:19 Uhr

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Konzernchef Dick Costolo sprach von einem finanziell erfolgreichen Quartal. Das sahen die Anleger aber offenbar anders - die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um satte elf Prozent.

Weniger Nutzer als im Vorquartal hinzugewonnen

Das Wachstum der Nutzerzahlen blieb verhalten. Die Zahl aktiver Nutzer stieg binnen drei Monaten um 13 Millionen auf 284 Millionen im Monat. Es verlangsamte sich damit im Vergleich zum Quartal davor, in dem Twitter 16 Millionen Nutzer gewann. Allerdings hatte damals die Fußball-WM mit den Tweets der Sportler für viel Aufmerksamkeit gesorgt und viele Nutzer angezogen.

Auf die Nutzerzahlen wird bei Twitter besonders aufmerksam geachtet, weil es lange die Hoffnung gab, die Erfolgsgeschichte von Facebook zu wiederholen. Der Konzern von Mark Zuckerberg hat inzwischen über eine Milliarde Nutzer. Twitter kämpft seit Jahren darum, wieder stärker zu wachsen.

Für das Geschäft von Twitter bleiben die USA am Wichtigsten: Außerhalb des Heimatmarktes wurden erst 34 Prozent der Erlöse erwirtschaftet.

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