Das Logo der Deutschen Telekom in einer Niederlassung  der Deutschen Telekom in Schwerin. | Bildquelle: dpa

Telekom gehackt? Erste Software-Updates greifen

Stand: 28.11.2016 14:29 Uhr

Nach den massiven Störungen bei der Telekom hat das Unternehmen mit ersten Gegenmaßnahmen Erfolge erzielt. Die Ursache ist nach wie vor unklar, die Telekom prüft, ob ein Hackerangriff erfolgt ist. Immer noch sind 400.000 Kunden betroffen.

Bei der Telekom läuft weiter die Suche nach der Ursache für die massiven Störungen bei den Anschlüssen von hunderttausenden Kunden. Das Unternehmen spielte neue Software auf. Dadurch ist nach Einschätzung der Telekom die Zahl der betroffenen Anschlüsse von 900.000 auf 400.000 zurückgegangen.

"Wir haben erste Hinweise darauf, dass wir möglicherweise Opfer eines Hacker-Angriffs geworden sind." Das würden Analysen der IT-Sicherheit und der Forensiker bei der Telekom nahelegen. Welche Router-Modelle betroffen sind, sei im Detail noch nicht geklärt, sagte der Telekom-Sprecher. Auch die Fehlersuche kann möglicherweise noch Tage dauern, so das Unternehmen.

Störung bei der Telekom
tagesschau 17:00 Uhr, 28.11.2016, Marion Kerstholt, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

900.000 Router betroffen

Seit Sonntagnachmittag klagen Kunden über den Ausfall ihrer Anschlüsse für Telefon, Internet und Fernsehen. Rund 900.000 Internet-Router waren demnach bundesweit betroffen. Die Geräte dienen der Einwahl ins Netz der Telekom und ermöglichen damit Telefonie, den Internetzugang und auch den Online-Fernsehempfang. Das Netz selbst sei nicht gestört, sondern die Identifizierung der Router bei der Einwahl, sagte der Sprecher.

Es gebe kein klares Fehlerbild, hieß es in einem Service-Beitrag im Netz. Manche Kunden hätten zeitweise Einschränkungen oder starke Qualitätsschwankungen, bei manchen ginge gar nichts mehr. Die Störung betreffe zwar das gesamte Bundesgebiet, aber nur bestimmte Router-Typen.

Staat, Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt müssten Cybersicherheit sehr ernst nehmen, betonte auch Regierungssprecher Steffen Seibert.

Massive Ausfälle eher selten

Vereinzelte Störungen gibt es in den Netzen von Telekommuniaktionsanbietern häufig. So können etwa bei Bauarbeiten Kabel beschädigt und damit im ungünstigen Fall auch ganze Regionen von der Versorgung getrennt werden. Massive Ausfälle sind hingegen eher selten. Sollte es sich um eine Hacker-Attacke von außen handeln, dürfte das eine neue Dimension bei gezielten Angriffen von wichtigen Infrastrukturen einläuten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. November 2016 um 12:00 und 14:00 Uhr.

Darstellung: