Burger-King-Filiale in Berlin

Tarifabschluss in der Systemgastronomie Mindestens neun Euro pro Stunde

Stand: 14.07.2017 04:24 Uhr

Mehr als 100.000 Mitarbeiter von Fast-Food-Restaurants können sich über höhere Löhne freuen. Nach zähen Verhandlungen erzielten Arbeitgeber und Gewerkschaft einen Tarifabschluss. Damit steigt das Einstiegsgehalt auf neun Euro pro Stunde.

Die großen Schnellrestaurant-Ketten und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Wie NGG und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) mitteilten, sollen die Löhne in drei Stufen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent steigen.

Das Einstiegsgehalt liegt ab 1. August 2017 bei neun Euro pro Stunde. Das entspricht der Mindestforderung der Gewerkschaft. Der neue Tarifvertrag, der mit Hilfe eines Schlichters verhandelt wurde, soll bis zum 31. Dezember 2019 laufen.

"Abstand zum Mindestlohn wird ausgebaut"

Ein Starbucks-Mitarbeiter bereitet einen Kaffee zu.
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Ein Starbucks-Mitarbeiter bereitet einen Kaffee zu.

Verhandelt wurde für bundesweit 100.000 Beschäftigte großer Gastro-Ketten. Die Gewerkschaft hatte in den Verhandlungen gewarnt, "dass erfolgreiche, multinationale Unternehmen wie McDonald's, Burger King oder Starbucks ihre Beschäftigten mit Billiglöhnen abspeisen".

Als Knackpunkt in dem Tarifstreit galt die nach NGG-Angaben verhältnismäßig große unterste Lohngruppe. "Mit diesem Tarifabschluss wird der Abstand der untersten Lohngruppe zum Mindestlohn (Anm. d. Red.: 8,84 Euro) deutlich ausgebaut und auch für die oberen Lohngruppen haben wir ein Ergebnis erzielt, das gut in die Tariflandschaft passt", kommentierte Guido Zeitler, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft NGG. BdS-Präsidentin Gabriele Fanta sprach von einem Abschluss, der Entwicklungsmöglichkeiten biete.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 14. Juli 2017 um 06:04 Uhr.

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