Ein Airbag von Takata | Bildquelle: AFP

Nach diversen Rückrufen Airbag-Hersteller Takata insolvent

Stand: 26.06.2017 04:00 Uhr

Der japanische Airbag-Hersteller Takata hat angesichts
eines gewaltigen Rückruf-Desasters Insolvenz angemeldet. Teile der Firma sollen jedoch verkauft werden. Takatas Airbags werden für 16 Todesfälle weltweit verantwortlich gemacht.

Der angeschlagene japanische Airbag-Hersteller Takata hat Insolvenz angemeldet. Dies gab das Unternehmen bekannt. Ein Großteil der Firma würde jedoch für 1,4 Milliarden Euro vom US-Konkurrenten Key Safety Systems gekauft, teilte Takata mit. Neben dem Mutterkonzern wird auch die US-Tochter TK Holdings in die Insolvenz geschickt. In Europa ist dagegen nicht geplant, Insolvenzverfahren einzuleiten.

Mehrere Rechtsstreite um fehlerhafte Airbags und die Kosten von Rückruf-Aktionen hatten das japanische Unternehmen finanziell stark beansprucht. Daher kommt die Insolvenz nicht überraschend.

Zahlreiche Rückrufe

Die Airbags des japanischen Zulieferers können unter Umständen bei einem Unfall zu stark auslösen und damit Fahrer und Mitfahrer gefährden. Die Mängel werden für mindestens 16 Todesfälle und 180 Verletzte weltweit verantwortlich gemacht.

Weltweit musste Takata mehr als 100 Millionen Airbags zurückgerufen und fuhr zuletzt den dritten Jahresverlust in Folge ein: Umgerechnet stand im vergangenen Geschäftsjahr ein Minus von 640 Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Juni 2017 um 07:00 Uhr.

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