Streik der Lufthansa-Piloten | Bildquelle: dpa

Arbeitskampf bei Lufthansa Zurück im Streikmodus

Stand: 29.11.2016 01:42 Uhr

Bei Lufthansa-Passagieren dürfte sich so langsam eine gewisse Streik-Routine einstellen. Heute fallen wegen des Arbeitskampfes der Piloten 816 Kurzstreckenflüge aus, morgen ist auch die Langstrecke betroffen. Ihren juristischen Widerspruch gegen die Streiks gab die Lufthansa zunächst auf.

Reisende der Lufthansa müssen sich nach einer Streikpause der Piloten erneut auf massive Flugausfälle einstellen. An diesem Dienstag fallen voraussichtlich 816 Verbindungen auf der Kurzstrecke, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Betroffen seien Flüge, die von Deutschland aus starten.

Kurz vor Beginn neuer Pilotenstreiks hatte die Lufthansa vor Gericht abermals eine Schlappe kassiert. Den Antrag der Lufthansa auf Untersagung des Ausstands der Pilotenvereinigung Cockpit heute und am Mittwoch wies das Arbeitsgericht München ab. Eine Beschwerde vor der Berufungsinstanz zogen die Rechtsvertreter der Lufthansa am Abend nach gut einstündiger Verhandlung zurück. Eine Lufthansa-Sprecherin sprach von "juristischen Gründen" für den Schritt, die man nicht kommentieren wolle.

Hunderte Lufthansa-Flüge fallen aus
tagesschau 14:00 Uhr, 29.11.2016, Sebastian Kisters, HR

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Damit beginnt also eine weitere Streiketappe. Seit Mitternacht legen die Piloten auf der Kurzstrecke der Lufthansa ihre Arbeit nieder - gestreikt werden soll 24 Stunden. Am Mittwoch folgt dann ein ganztägiger Streik auf Kurz- und Langstrecke. Insgesamt strich die Airline für die beiden Tage 1700 Europa- und Überseeverbindungen. 180.000 Passagiere müssen umplanen.

Flüge der Töchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti werden nicht bestreikt.

Vorige Woche hatten die Piloten die Arbeit bereits von Mittwoch bis Samstag niedergelegt. Rund 350.000 Passagiere waren betroffen. Inklusive der beiden anstehenden Tage dürfte die Zahl auf mehr als eine halbe Million steigen.

Gespräche? Bislang erfolglos

Cockpit fordert für die 5400 Piloten 3,7 Prozent mehr im Jahr - einschließlich Nachzahlungen für vier Jahre. Die Lufthansa bietet 0,7 Prozent über eine Laufzeit von gut sechs Jahren. Darüber hinaus geht es in dem Clinch, der sich seit April 2014 hinzieht, auch um die Alters- und Vorruhestandsversorgung der Flugzeugführer und den Ausbau des konzerneigenen Billigfliegers Eurowings. Die Fronten sind dabei vollkommen verhärtet: Zuletzt brachte ein Treffen von Cockpit mit Lufthansa-Vorständen am Sonntag keine Einigung.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. November 2016 um 18:00 Uhr.

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