Starkregen in Oranienburg im Juni 2017 | Bildquelle: dpa

Versicherungsschäden verzehnfacht Starkregen kostet fast eine Milliarde Euro

Stand: 05.10.2017 14:04 Uhr

Die deutsche Versicherungswirtschaft musste im vergangenen Jahr wegen Starkregens tief in die Tasche greifen: Auf 940 Millionen Euro beliefen sich die Schäden - fast zehn Mal so viel wie 2015.

Die Höhe der Versicherungsschäden durch Starkregen hat sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr fast verzehnfacht. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit. Demnach lagen die Schäden durch Regen und Überschwemmungen im vergangenen Jahr bei 940 Millionen Euro. 2015 waren es nur rund 100 Millionen.

"2016 hat sich erneut gezeigt, welche enormen Schäden Starkregen anrichten können", erklärte GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Grund für die starken Schäden waren Unwetter und heftige Regenfälle innerhalb kurzer Zeit.

Hochwasser und Starkregen: Rhüden in Niedersachsen | Bildquelle: dpa
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Hochwasser und Starkregen in Niedersachsen. Die Versicherungswirtschaft beklagt Schäden in immer geringeren zeitlichen Abständen. Das kostet viel Geld.

Immer schneller immer mehr Schäden

Insgesamt schlugen Schäden durch Naturereignisse 2016 mit 2,5 Milliarden Euro zu Buche. Rund eine Milliarde geht nach GDV-Angaben auf das Konto der Frühsommer-Tiefs "Elvira" und "Friederika" mit Gewittern und anhaltendem Regen. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 2,6 Milliarden Euro.

Mit Blick auf das Jahr 2017 hat der GDV bereits erste Erkenntnisse. Bereits jetzt sei erkennbar, dass sich der Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahre verkürze. So habe allein die Serie schwerer Unwetter in diesem Sommer Kosten von 600 Millionen Euro verursacht.

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