Die Schatten zweier Männer mit Anzug und Koffer fallen aufeine Straße. | Bildquelle: picture alliance / dpa Themendie

Debatte um Vorstandsbezüge SPD will Managergehälter begrenzen

Stand: 22.02.2017 11:25 Uhr

Die SPD will die steuerliche Abschreibbarkeit von Managergehältern bei 500.000 Euro deckeln. So will sie exzessive Bezüge in Vorstandsetagen eingrenzen. Zudem sollen sogenannte Malus-Regeln es ermöglichen, schlechten Managern ihre Bezüge zu kürzen.

Die SPD will die aus ihrer Sicht exzessiven Managergehälter eingrenzen. In einem Gesetzentwurf schlägt die Fraktion unter anderem vor, die steuerliche Absetzbarkeit von Vorstandsbezügen in Aktiengesellschaften auf 500.000 Euro pro Jahr zu begrenzen. Außerdem soll die Hauptversammlung ein Maximalverhältnis zwischen der Vorstandsvergütung und dem Durchschnittsgehalt im Unternehmen festlegen.

"Maß und Mitte verloren"

Zudem soll der Aufsichtsrat bei schlechten Leistungen der Vorstände die Bezüge herabsetzen oder Ruhegehälter zurückfordern können. "Wir wollen keinen Raubtierkapitalismus in Deutschland, sondern das Leitbild der sozialen Marktwirtschat", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. In manchen Vorstandsetagen schienen Maß und Mitte verloren gegangen zu sein.

Eine Neiddebatte gegen Manager wolle die SPD nicht führen. Wer mehr Verantwortung trage, solle auch mehr verdienen als andere, erklärte Justizminister Heiko Maas. "Aber wenn Vergütungen und Boni in Millionenhöhe gezahlt werden, obwohl Gewinne sinken oder Beschäftigte entlassen werden müssen, haben die Menschen zu Recht das Gefühl, dass dort jedes Maß verlorengegangen ist." Er kritisierte, dass sich der Koalitionspartner Union bislang gegen gesetzliche Vorgaben bei Managergehältern wehre.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Februar 2017 um 11:00 Uhr.

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