Bankenrettungsfonds: Bis September 900 Millionen Euro Verlust

Daten des Bankenrettungsfonds

Bis September 900 Millionen Euro Verlust beim SoFFin

Der Bankenrettungsfonds SoFFin hat bis Ende September dieses Jahres 900 Millionen Euro Verlust verbucht.

"Wie viel davon in der Endabrechnung bleibt, ist offen. Wir arbeiten mit allen Kräften daran, den aufgelaufenen Fehlbetrag zu verringern", teilte SoFFin-Chef Christopher Pleister mit. Den Verlust bis Ende September begründete die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) mit Wertabschreibungen und Refinanzierungskosten.

Seit seiner Gründung Ende Oktober 2008 kurz nach der Lehman-Pleite häufte der aus Steuermitteln finanzierte Fonds den Angaben zufolge 23 Milliarden Euro Verlust an.

Bericht der "Bild" zurückgewiesen

Die FMSA reagiert mit ihrer Mitteilung auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Falsch sei die Meldung über einen erneuten Verlust aufgrund hoher Abschreibungen auf die Kapitalhilfe für die inzwischen zerschlagene Düsseldorfer WestLB, hieß es bei der FMSA.

Das Blatt hatte unter Berufung auf Mitglieder des parlamentarischen Kontrollgremiums von geschätzten fast drei Milliarden Euro Defizit des SoFFin im Jahr 2012 berichtet. Vor allem neue Abschreibungen bei der Bad Bank der WestLB hätten zu dem Milliardenverlust geführt.

Der Bankenrettungsfonds SoFFin war 2008 in der Finanzkrise ins Leben gerufen worden. Er lief zunächst Ende 2010 aus, wurde aber Anfang 2012 wieder reaktiviert. Im November verlängerte der Bundestag den SoFFin bis 2014.

Er kann Banken mit Kreditgarantien oder Kapitalhilfen stützen. Außerdem können Banken problematische Wertpapiere beim SoFFin auslagern. Davon machten die Hypo Real Estate und die WestLB mit Anlagen im Nominalvolumen von insgesamt mehr als 250 Milliarden Euro Gebrauch.

Stand: 07.12.2012 15:05 Uhr

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