Ein TGV und eine ICE auf der Rheinbrücke in Kehl (Archiv) | Bildquelle: dpa

Deutsch-französische Kooperation Siemens und Alstom fusionieren Zugsparten

Stand: 27.09.2017 05:37 Uhr

Es soll ein "neuer europäischer Champion" in der Eisenbahnindustrie entstehen: ICE-Bauer Siemens und der französische TGV-Hersteller Alstom legen ihre Zugsparten zusammen. Hintergrund ist der Druck durch die chinesische Konkurrenz.

Der ICE-Hersteller Siemens hat sich auf die Zusammenlegung seines Zuggeschäftes mit dem französischen Konkurrenten Alstom geeinigt. Das bestätigte der Konzern am Abend nach einer außerordentlichen Aufsichtsratsitzung.

"Dieser deutsch-französische Zusammenschluss unter Gleichen sendet in vielerlei Hinsicht ein starkes Signal", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser in einer Mitteilung. "Wir setzen die europäische Idee in die Tat um und schaffen gemeinsam mit unseren Freunden bei Alstom auf lange Sicht einen neuen europäischen Champion der Eisenbahnindustrie."

Auf einer Pressekonferenz am späten Vormittag in Paris wollen Kaeser und Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge das Bündnis der Öffentlichkeit vorstellen.

Mit dem Schritt reagieren die Unternehmen auf den Wettbewerbsdruck, der nach dem Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Giganten CRRC massiv gewachsen war. Kaeser hatte deshalb in der Vergangenheit immer wieder auf die Notwendigkeit für eine Zusammenarbeit in der europäischen Branche hingewiesen.

Siemens und Alstom fusionieren Bahngeschäft
tagesschau 12:00 Uhr, 27.09.2017, Christoph Arnowski, BR

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Standortgarantie und Kündigungsverzicht

Im Zuge der Fusionsentscheidungen einigten sich Unternehmen und Arbeitnehmervertreter auf Standortgarantien für vier Jahre, auf einen Kündigungsverzicht für mindestens vier Jahre sowie auf den Erhalt der Mitbestimmung und die Absicherung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in Deutschland und Frankreich, wie die IG Metall mitteilte.

Der Hauptsitz sowie die Geschäftsführung der Sparte werden im Großraum Paris angesiedelt sein. Das neu formierte Unternehmen wird weiterhin in Frankreich notiert sein. Vorstandschef des neuen Unternehmens wird Alstom-Chef Poupart-Lafarge. Er sprach von einem "Schlüsselmoment in der Geschichte von Alstom".

Alstom - Hersteller des französischen Hochgeschwindigkeitszugs TGV - hatte bereits am Freitag "Diskussionen" mit Siemens über eine "Annäherung" der Zugsparten bestätigt.

Siemens und Alstom haben jeweils ein ähnlich großes Zuggeschäft. Zusammen kommen sie auf einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro und mehr als 60.000 Beschäftigte in mehr als 60 Ländern. Beide Seiten erwarten jährliche Einspareffekte in Höhe von 470 Millionen Euro - spätestens im vierten Jahr nach dem Zusammenschluss.

Siemens und Alstom fusionieren Bahngeschäft
Stephan Lina, BR
27.09.2017 08:20 Uhr

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