Flugzeuge von Ryanair | Bildquelle: dpa

Für die Pünktlichkeit Ryanair streicht 2100 Flüge

Stand: 15.09.2017 22:03 Uhr

Ryanair will pünktlicher werden. Dazu streicht die Billigfluglinie in den kommenden sechs Wochen bis zu 50 ihrer mehr als 2500 Flüge pro Tag. Insgesamt fallen damit bis Ende Oktober rund 2100 Flüge aus. Betroffene Passagiere sollen möglichst umbuchen können oder entschädigt werden.

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair streicht in den kommenden sechs Wochen bis zu 2100 Flüge. Nach eigenen Angaben will die Airline damit die Pünktlichkeit ihrer Maschinen verbessern. In dem Zeitraum sollten täglich 40 bis 50 Flüge ausfallen - das sind insgesamt also 1680 bis 2100 Flüge, teilte das Unternehmen mit. Dies entspreche weniger als zwei Prozent der Ryanair-Verbindungen und solle die Pünktlichkeit vor Inkrafttreten des Winter-Flugplans Anfang November verbessern.

Ryanair-Sprecher Robin Kiely erklärte, wegen einer Häufung der Urlaube von Piloten und Kabinenpersonal sowie wegen Kapazitätsengpässen bei der Flugkontrolle und Streiks in Frankreich sei die Pünktlichkeit bei den Flügen in den vergangenen zwei Wochen auf unter 80 Prozent gesunken. Durch die Flugstreichungen könne Ryanair die "Belastbarkeit unserer Flugpläne verbessern und die Pünktlichkeit auf unser Jahresziel von 90 Prozent wiederherstellen".

Umbuchen oder entschädigen

Ryanair entschuldige sich "aufrichtig bei der geringen Zahl von betroffenen Passagieren" und werde sein Möglichstes tun, um sie umzubuchen oder zu entschädigen, sagte der Sprecher. Passagiere reagierten empört. Der Twitter-Feed von Ryanair quoll über mit Kommentaren entnervter Fluggäste, deren Flüge gestrichen worden waren. Viele beschwerten sich, dass sie vorher nicht rechtzeitig informiert worden waren.

Ryanair fliegt auch mehrere Ziele in Deutschland an. Aus dem Bieterkampf um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hatte sich das irische Unternehmen Ende August zurückgezogen. Wirtschaftlich steht Ryanair derzeit gut da: Sein zweites Quartal von April bis Ende Juni schloss der Billigflieger mit einem Nettogewinn von 397 Millionen Euro ab.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. September 2017 um 05:00 Uhr.

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