Logos der Autobauer Opel und Peugeot | Bildquelle: REUTERS

PSA-Gremien Offenbar grünes Licht für Opel-Kauf

Stand: 03.03.2017 20:31 Uhr

Die Entscheidung soll offiziell erst am Montag verkündet werden, gefallen ist sie offenbar schon: Die entscheidenden PSA-Gremien sollen ihr o.k. für die Opel-Übernahme gegeben haben, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat sich mit dem US-Konzern General Motors (GM) Insidern zufolge auf den Kauf von Opel geeinigt. Wie mehrere Agenturen übereinstimmend berichten, sollen die entscheidenden Gremien des französischen PSA-Konzern grünes Licht für die Übernahme gegeben haben. Offiziell soll die Entscheidung am Montag verkündet werden - parallel in Frankreich und Deutschland. Opel setzte nach Angaben eines Sprechers für Montag eine Betriebsversammlung am Firmensitz in Rüsselsheim an. PSA lehnte eine Stellungnahme ab.

"Viel Zufriedenheit und Enthusiasmus"

Erst Mitte Februar war bekannt geworden, dass PSA und GM über einen Eigentümerwechsel für das defizitäre GM-Europageschäft mit den Marken Opel und Vauxhall beraten. Diese Gespräche seien "rund gelaufen", hieß es nun aus Firmenkreisen in Frankreich. Auf beiden Seiten herrsche "viel Zufriedenheit und Enthusiasmus" hinsichtlich des Ergebnisses. Insidern zufolge hatten sich die beiden Unternehmen in Streitfragen wie dem Umgang mit Pensionsverpflichtungen bei Opel angenähert.

Für die Bundesregierung hat der Schutz der deutschen Opel-Mitarbeiter und -Werke bei einer Übernahme Vorrang. PSA-Chef Carlos Tavares soll dies in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits zugesagt haben. Der für PSA zuständige französische Gewerkschafter Jean-Pierre Mercier von der Arbeitnehmervertretung CGT erwartet jedoch, dass Tavares nach einer Übernahme zahlreiche Stellen abbauen wird. Er werde "mit dem Bulldozer" vorgehen, sagte Mercier der Nachrichtenagentur dpa.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. März 2017 um 20:00 Uhr

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