Zahlreiche Pakete liegen im Frachtzentrum der Deutschen Post in Nürnberg | Bildquelle: picture alliance / dpa

Nach vier Wochen Streik Tarifstreit beendet

Stand: 05.07.2015 18:47 Uhr

Der rund vierwöchige Tarifstreit zwischen der Deutschen Post und ver.di ist beendet. Beide Parteien einigten sich auf eine Einmalzahlung von 400 Euro und die schrittweise Anhebung der Gehälter in den Jahren 2016 und 2017. Der Streik soll in der Nacht auf Dienstag enden.

Bei der Post gibt es nach vierwöchigem Streik einen Tarifabschluss. Dies teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft ver.di in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz) mit. Dort hatten sie mehr als 40 Stunden verhandelt. Der Post-Streik soll in der Nacht von Montag auf Dienstag um 24.00 Uhr enden.

Die rund 140.000 Beschäftigten erhalten der Einigung zufolge zum 1. Oktober 2015 eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie zum 1. Oktober 2016 zwei Prozent und zum 1. Oktober 2017 noch einmal 1,7 Prozent mehr Geld. Die Wochenarbeitszeit bleibt bei 38,5 Stunden.

"Wir konnten ein Gesamtpaket vereinbaren, das unseren Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive bietet sowie gleichzeitig künftiges Wachstum ermöglicht", sagte Post-Personalchefin Melanie Kreis. Ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis nannte den Abschluss ein "umfassendes Sicherungspaket für die Beschäftigten". Nach dem harten Tarifkonflikt sollten jetzt alle Kollegen bei der Post wieder aufeinander zugehen, riet Post-Vorstand Jürgen Gerdes.

Wolfgang Wanner, SWR, zu den Tarifverhandlungen der Post
tagesschau 20:00 Uhr, 05.07.2015

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Keine Änderung bei ausgegründeten Gesellschaften

Die von der Post zum Jahresbeginn ausgegründeten Paketgesellschaften mit schlechterer Bezahlung werden nicht aufgelöst oder in den Post-Haustarifvertrag aufgenommen. "Aber es ist uns gelungen, die verbleibenden Paketzusteller in der Deutschen Post dauerhaft abzusichern", sagte ver.di-Verhandlungsführerin Kocsis. Laut ver.di sind das rund 7650 Menschen. Nur neu eingestellte Beschäftigte können damit in die ausgegründeten Gesellschaften kommen.

Der Kündigungsschutz bei der Post wird zudem um vier Jahre bis Ende 2019 verlängert. Eine Vergabe von Brief- oder kombinierter Brief- und Paketzustellung an Fremdfirmen ist bis Ende 2018 ausgeschlossen.

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