Ein Porsche Cayenne bei der IAA in Frankfurt/Main

Abgasskandal Zulassungsverbot für Porsche-Cayenne-Modell

Stand: 27.07.2017 17:55 Uhr

Bei einem Modell des Porsche Cayenne ist nach Angaben von Verkehrsminister Dobrindt eine unzulässige Abschalteinrichtung für die Reinigung von Abgasen festgestellt worden. Für 22.000 Fahrzeuge des Cayenne 3 Liter TDI werde nun europaweit ein Pflicht-Rückruf angeordnet.

Der Autohersteller Porsche ist ebenfalls in den Abgasskandal verwickelt: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt teilte in Berlin mit, dass bei einem Modell des Porsche Cayenne eine unzulässige Abschalteinrichtung für die Reinigung von Abgasen festgestellt worden sei.

Abgas-Manipulation in Cayenne-Modell festgestellt
nachtmagazin 00:00 Uhr, 28.07.2017, Oliver Köhr, ARD Berlin

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Verkehrsminister Alexander Dobrindt | Bildquelle: AFP
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Pressekonferenz von Verkehrsminister Dobrindt

Für europaweit 22.000 Fahrzeuge des Cayenne mit Drei-Liter TDI-Motoren und der Euro-6-Norm werde nun ein Pflicht-Rückruf angeordnet, sagte Dobrindt. Zudem werde ein Zulassungsverbot für die betroffenen Modelle erlassen, bis eine andere Software zur Verfügung stehe, die vom Kraftfahrtbundesamt genehmigt werden müsse. Bis dahin dürfen keine weiteren Fahrezuge des betroffenen Modells verkauft werden.

Wie Dobrindt erläuterte, sei eine Technik festgestellt worden, die erkenne, dass ein Fahrzeug auf einem Abgas-Prüfstand stehe. In Tests springe dann eine "Aufwärmstrategie" an, die im realen Verkehr nicht aktiviert werde.

Entdeckte Porsche Unregelmäßigkeiten selbst?

Nach eigenen Angaben entdeckte Porsche bei eigenen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten in der Motorsteuerung des betroffenen Cayenne-Modells. Dies sei dem Kraftfahrtbundesamt auch so dargelegt worden, teilte die VW-Tochter mit. Mit der Flensburger Zulassungsbehörde sei eine Korrektur durch ein Software-Update im Rahmen eines Rückrufes vereinbart worden.

Porsche baut selbst keine Dieselmotoren, sondern kauft sie von der VW-Tochter Audi, sagte ein Porsche-Sprecher, nachdem bekannt geworden war, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Porsche ermittelt. Diesel-Autos seien nicht das Kerngeschäft.

Der Porsche-Mutterkonzern VW hatte im September 2015 zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm reduziert den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden bei standardisierten Tests. Auch andere Autobauer sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, illegale Abschalteinrichtungen zur Senkung des Schadstoffausstoßes in Dieselfahrzeuge eingebaut zu haben.

Dobrindt: Unzulässige Abschalteinrichtung bei Porsche Cayenne
Anja Günther, ARD Berlin
27.07.2017 19:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 27. Juli 2017 tagesschau24 um 17:00 Uhr und NDR Info um 17:15 Uhr.

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